Europa-League-Qualifikation

Eintracht Frankfurts neue Reise beginnt in Estland bei Flora Tallinn

25. Juli 2019 - 15:01 Uhr

Frankfurter Adler live bei NITRO

Gerade einmal dreieinhalb Monate ist es her, als die Eintracht aus Frankfurt im Halbfinale der Europa League gegen den FC Chelsea im Elfmeterschießen scheiterte – heute startet für die Adler aus der Mainmetropole eine neue Reise. Frankfurt beginnt heute Abend (19 Uhr) mit einem Kurztrip in die estnische Hauptstadt Tallin – der Gegner in der zweiten Qualifikationsrunde ist Rekordmeister Flora. NITRO übertragt das Spiel ab 18.45 Uhr live.

Die Fans der Eintracht werden mit großer Freude zurück an die letzte Europa-League-Saison zurückdenken. Die Adler begeisterten mit furiosen Auftritten, reiselustigen Fans und waren die Überraschung. Bis in Halbfinale ging es vor und erst das Elfmeterschießen gegen den späteren Titelträger war das Ende einer märchenhaften Reise.

Großer Umbruch bei der Eintracht

Seit dem Ausscheiden im Mai hat sich bei der Eintracht einiges getan – der Kader hat einen großen Umbruch erlebt. Die Topstars Luka Jovic (für 60-70 Millionen Euro zu Real Madrid) und Sebastien Haller (für 40 Millionen zu West Ham United) haben den Club verlassen.

Keeper Kevin Trapp, der vergangene Saison von Paris Saint-Germain ausgeliehen war, ist (noch) nicht zurück – Sportchef Fredi Bobic steckt in den Verhandlungen. Gleiches gilt bei Sebastian Rode, dessen Rückkehr von Borussia Dortmund aber als sicher eingeschätzt wird. Ebenso will Frankfurt auch Martin Hinteregger von FC Augsburg nach der Leihe fest verpflichten.

Geblieben ist von Trainer Adi Hütters "Büffelherde" nur noch Ante Rebic, doch ein Abgang ist durchaus vorstellbar. Die zahlreichen Einnahmen hat Bobic bislang eher vorsichtig reinvestiert. Für den Sturm kam der 19-Jährige Deja Jovelijc von Roter Stern Belgrad, im zentralen Mittelfeld Djibril Sow (Rekord-Neuzugang: 9 Millionen Euro Ablöse aus Bern), Dominik Kohr aus Leverkusen und für die Außenverteidigung Weltmeister Erik Durm. Sow fällt allerdings mit einem Sehnenanriss bereits bis Oktober aus.

Estlands Rekordmeister

Auf die Verantwortlichen der Eintracht kommt also noch viel Arbeit zu. Um die dritte Qualifikationsrunde der Europa League zu packen, sollte der Kader allerdings reichen. Gegner Tallinn ist schließlich nur im eigenen Land ein Schwergewicht.

Mit elf Titeln ist Flora Tallinn Rekordmeister der estnischen Premium Liga. Bester Torschütze des größten Vereins Estlands ist Erik Sorga – in 20 Partien erzielte der 20-Jährige 20 Tore. Größter Vorteil: Die estnische Liga, in der Flora (17 S, 2 U, 1 N) auf Kurs Meisterschaft liegt, spielt im Jahresrhythmus und hat die Hinrunde gerade erst beendet. Zudem konnte sich Tallinn in der ersten Quali-Runde bereits gegen Radnicki Nis aus Serbien beweisen. Mit einem 2:0 und 2:2 setzte sich der Club durch.