Gruppensieg eingetütet

Europa League: Bailey schießt Leverkusen auf Platz 1

Leverkusen besiegt Slavia Prag in der Europa League
Leverkusen besiegt Slavia Prag in der Europa League
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11. Dezember 2020 - 0:05 Uhr

Dominanter Auftritt der Werkself

Das Duell um den Sieg in Europa-League-Gruppe C hat Bayer Leverkusen für sich entschieden. Im finalen und entscheidenden Vorrundenspiel gegen Slavia Prag setzte sich das Team von Trainer Peter Bosz mit 4:0 klar gegen die Tschechen durch und verwies sie auf Rang zwei. Mehr noch: Leverkusen hält nun mit 21 Treffern den nationalen Bestwert für die meisten Vorrundentore im "kleinen Europapokal".

Video: Peter Bosz - "Guten Lauf fortgesetzt"

Fehlender Videobeweis beraubt Bayer um ein Tor

Mann der ersten Halbzeit war Leon Bailey: Nach einem Konter über Daley Sinkgraven und Karim Bellarabi in der achten Minute verpasste Angreifer Patrick Schick per Hacke die Führung. Doch Stürmer Bailey war parat und drückte den Ball hinter dem glücklosen Schick über die Linie. In der 26. Minute rappelte es erneut im Netz der Prager, aber der Unparteiische hob die Fahne. Sinkgraven soll im Abseits gestanden haben – die Bilder zeigten jedoch etwas anderes. Pech: In der Europa League gibt es in der Vorrunde keinen Videobeweis. Nur sechs Minuten später machte Bailey dann aber die 2:0-Führung klar: Nachdem Schick mit seinem Kopfball nur Aluminium getroffen hatte, staubte Bailey aus kurzer Distanz ab.

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Verdienter Erfolg gegen Gruppenzweiten

Nach der Pause zeigte sich Slavia Prag etwas mutiger. Der erste zwingendere Slavia-Abschluss durch Abdullah Sima war für Bayer-Keeper Niklas Lomb, der nach acht Jahren ins Tor zurückkehrte, jedoch kein Problem. Stattdessen legte das Bosz-Team nach: Sinkgraven nutzte den großzügigen Platz im Mittelfeld aus und bediente den auf der linken Seite durchgestarteten Moussa Diaby, der Prag-Keeper Ondrej Kolar gnadenlos tunnelte und zum 3:0 erhöhte.

Danach schaltete der Bundesligist einen Gang zurück. Die Tschechen konnten die Ruhepause jedoch nicht nutzen, stattdessen hatte Bellarabi in der 76. Minute sogar das 4:0 auf dem Fuß. Den 4:0-Endstand machte der frühere Nationalspieler in der Nachspielzeit dann sogar noch perfekt, als er Diabys Flanke lässig verwandelte.