15. Februar 2019 - 12:58 Uhr

Eintracht Frankfurt freut sich über zwei Auswärtstore bei Schachtjor Donezk

Eintracht Frankfurt hat in der Europa League das nächste Spektakel geliefert. Im Hinspiel der Zwischenrunde netzte der Pokalsieger beim ukrainischen Spitzenclub Schachtjor Donezk zweimal ein und hat dank eines 2:2 beste Chancen aufs Achtelfinale. Genauso wie Bayer Leverkusen: Die Werkself kam beim FK Krasnodar zu einem 0:0 und kann im Rückspiel den Achtelfinal-Einzug mit einem Heimsieg eintüten.

Turbulente Anfangsviertelstunde

In Charkow (Donezk trägt hier wegen des ukrainisch-russischen Krieges seine Heimspiel aus) war in der ersten Viertelstunde die Hölle los: Neuzugang Martin Hinteregger brachte die Eintracht mit einem Kopfball in Front (6.) – Jubel bei den 3.000 (!) mitgereisten Frankfurtern. Doch nur 120 Sekunden später verstummten die Frankfurter Kehlen. Evan Ndicka foulte Junior Moraes ungeschickt im 16er, Marlos verwandelte den fälligen Elfer zum Ausgleich (9.). Die vielleicht spielentscheidenden Szene in Minute 11: Taras Stepanenko trat Sebastian Rode gegen den Knöchel. Weil der Ukrainer schon Gelb gesehen hatte, schickte ihn der Schiri zum Duschen.

Frankfurt nach der Pause mit Blitzstart

In Überzahl tat sich die Eintracht schwer: Außer zwei Abschlüssen von Ante Rebic (26.) und Mijat Gacinovic (41.) brachte Frankfurt in Hälfte 1 nichts zustande. Nach der Pause erwischte das Team von Trainer Adi Hütter dafür aber wieder einen Blitzstart. Filip Kostic (50.) traf nach schöner Vorarbeit von Jovic zum 2:1. Danach verpassten es die Gäste, ihre Führung auszubauen und brachten Donezk mit leichten Fehlern unnötigerweise zurück ins Spiel. Gegen Ismaily konnte Kevin Trapp noch retten (62.), fünf Minuten später war der SGE-Torwart gegen Taisons Schlenzer chancenlos.

In den letzten 20 Minuten ging es hin und her. Die dezimierten Ukrainer kämpften leidenschaftlich und verdienten sich das Remis redlich. Frankfurt reist wegen der zwei Auswärtstore aber zufrieden nach Hause. Im Rückspiel am 21. Februar reicht dem Bundesligisten theoretisch schon ein 0:0 oder 1:1 zum Weiterkommen.

Leverkusen mit guter Ausgangslage fürs Rückspiel

Verglichen mit dem Spektakel in der Ukraine war Leverkusens Nullnummer in Krasnodar eine Packung Valium. Das 0:0 tut dem Team von Trainer Peter Bosz aber auch nicht weh - es ist eine ordentliche Ausgangslage für das Rückspiel in der BayArena.

Im Süden Russlands war die Werkself schnell auf Betriebstemperatur: Immer wieder erspielte sich Leverkusen ordentliche Chancen. Verwerten konnten Leon Bailey, Kevin Volland und Co. diese aber nicht - was fast bestraft wurde. Denn Krasnodar konterte geschickt, tauchte kurz vor der Pause mit zwei Mann allein vor Bayer-Keeper Lukas Hradecky auf. Der Finne hatte Glück: FK-Mittelfeldmann Kristoffer Olsson schob den Ball nach einem Querpass am leeren Tor vorbei.

Alario-Tor zurückgepfiffen

14.02.2019, Russland, Krasnodar: Fußball: Europa League, FK Krasnodar - Bayer Leverkusen, K.o.-Runde, Zwischenrunde, Hinspiele. Leverkusens Karim Bellarabi (r) und Krasnodars Mauricio Pereyra kämpfen um den Ball. Foto: Marius Becker/dpa +++ dpa-Bildf
Für Karim Bellarabi und Bayer Leverkusen war in Krasnodar kein Durchkommen
© dpa, Marius Becker, mb tba

In der zweiten Hälfte erhöhte Leverkusen die Schlagzahl, die Führung lag in der Luft. Zwei Minuten vor Schluss bejubelte Bayer dann das vermeintliche 1:0 durch Lucas Alario - aber nur wenige Sekunden lang. Der Schiedsrichter pfiff den Treffer wegen eines Handspiels Alarios zurück.