Europa League | Halbfinal-Hinspiel

Remis gegen Chelsea über die Zeit gerettet: Jetzt muss Frankfurt durch die Hintertür

Heißer Fight im Rückspiel garantiert

Eintracht Frankfurt steht vor der nächsten Herkules-Aufgabe in der Europa League. Im Halbfinal-Hinspiel gegen das englische Schwergewicht FC Chelsea zitterten die Europa-Helden ein 1:1 (1:1) über die Zeit und brauchen nun im Rückspiel an der Stamford Bridge am kommenden Donnerstag mindestens ein 2:2 oder einen Sieg, um den Traum vom ersten europäischen Finale seit 39 Jahren wahrzumachen. Im Video gibts die Zusammenfassung des turbulenten Hinspiels.

Jovic macht den Anfang

Nach anfänglichem Beschnuppern übernahm die Eintracht vor 48.000 Zuschauern in der ausverkauften und gewohnt stimmungsexplosiven Commerzbank-Arena das Zepter. Die Gäste aus London schienen sowohl sichtlich beeindruckt von der Atmosphäre als auch vor dem selbstbewussten Auftreten der Hausherren, bei denen die Kugel vor allem in der 23. Minute wie am Schnürchen lief. Mit einer punktgenauen Flanke bediente Filip Kostic Stürmerstar Luka Jovic, der die Kugel aus 13 Metern perfekt getimed zur Führung im Netz platzierte.

Chelsea schlägt vor der Pause zurück

Doch die Adlerträger verpassten es in der Folgezeit, sich in einen Rausch zu spielen. Mit zunehmender Dauer bekam der Tabellen-Vierte der Premier League immer mehr Oberwasser und belohnte sich kurz vor dem Pausentee. Nach einer Ecke kriegte die Eintracht den Ball nicht geklärt - Pedro schoss aus 13 Metern zum Ausgleich ein (45.).

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Trapp hält das Unentschieden fest

In der zweiten Halbzeit mehrten sich bei den Hausherren zudem technische Ungenauigkeiten. Chelsea erhöhte die Schlagzahl und erspielte sich teils hochkarätige Chancen, doch SGE-Keeper Kevin Trapp parierte zweimal glänzend gegen David Luiz (60./77.) sowie gegen Loftus-Cheek (74.) und verhinderte so die erste Heimniederlage der wundersamen Europa-League-Saison der Hessen, die in der Schlussviertelstunde noch einmal ihre Kräfte bündelten und alles nach vorne warfen.

Danny da Costa, einmal mehr auffälliger Aktivposten auf der rechten Außenbahn, brachte den Ball scharf in den Sechzehner, doch der eingewechselte Goncalo Paciencia verpasste knapp die beste Chance, das Spiel zu entscheiden. Dennoch hält die Eintracht weiter gefühlt die Hälfte aller Trümpfe in der Hand.

Rode: "Nächste Woche ist noch alles drin"

Im Rückspiel am kommenden Donnerstag (ab 20.15 Uhr live bei RTL oder im Live-Stream bei TVNOW) braucht der Bundesliga-Vierte zwar mindestens ein 2:2 oder einen Sieg zum Weiterkommen - was das Team von Trainer Adi Hütter aber keine unüberwindbare Hürde darstellen dürfte, denn 1. hat die Eintracht bislang in jeder Auswärtspartie in der Europa League mindestens ein Tor erzielt und 2. ist Frankfurt bekannterweise die geilste Sau der Welt.

Das sieht auch Mittelfeld-Dauerläufer Sebastian Rode so: "Es war ein sehr intensives Spiel, wir sind viel hinterhergelaufen und haben versucht, das eigene Tor zu verteidigen. Wir haben gegen einen hervorragenden Gegner gespielt, der den Ball sehr gut hat laufen lassen", meinte Rode und brennt schon auf das Rückspiel: "Nächste Woche ist noch alles drin. Wir freuen uns darauf, da wollen wir es schaffen."

"Ich denke, es war ein absoluter Achtungserfolg gegen eine absolute Topmannschaft. Meine Mannschaft hat für mich ein Topspiel gemacht. Was ärgerlich war, war das Tor vor der Pause, das hat sich abgezeichnet. Trotz allem dürfen wir sehr stolz auf unsere Leistung sein. Mit einem 1:1 nach London zu fahren, ist nicht einfach, aber das wird nächste Woche noch einmal ein heißer Tanz", meinte Hütter.