Flugdatenschreiber mittlerweile gefunden

Eurofighter-Wrackteil landet neben Kindergarten: So erlebte eine Sechsjährige den Absturz

25. Juni 2019 - 16:29 Uhr

Es hätte noch viel mehr passieren können

Der Eurofighter-Absturz in Mecklenburg-Vorpommern hat ein Menschenleben gekostet. Am Morgen danach zeigt sich: Es hätte noch viel mehr passieren können. Nach dem Zusammenstoß der beiden Kampfjets gingen Trümmer neben Häusern und Gärten in der Region nieder. Auch in unmittelbarer Nähe eines Kindergartens sind Wrackteile gefunden worden. Wie eine Sechsjährige den Absturz erlebte, während sie in der Kita betreut wurde, sehen Sie im Video.

"Wir können von Glück reden, dass wir so davon gekommen sind"

Ein Mitarbeiter der Gemeinde Nossentiner Hütte entdeckte das etwa einen halben Meter lange Bauteil auf einem Sportplatz, der an das Kindergartengelände grenzt. Fotos zeigen außerdem ein weiteres Wrackteil, das direkt auf der Spielwiese des Kindergartens liegt. "Wir können von Glück reden, dass wir so davon gekommen sind", sagte die Leiterin des Kindergartens. Bundeswehrangehörige bargen die Geräte, äußerten sich aber nicht zu deren Funktion. 

Flugdatenschreiber mittlerweile gefunden

24.06.2019, Mecklenburg-Vorpommern, Nossentiner Hütte: Ein Wrackteil eines der beiden abgestürzten «Eurofighter» der Bundeswehr ist auf einem Parkplatz neben einem Sportplatz zu sehen. Die Luftwaffe hat am Montag den Absturz von zwei «Eurofightern» i
Ein stark verbeultes Wrackteil eines Eurofighters liegt auf dem Sportplatz neben dem Kindergarten.
© dpa, Winfried Wagner, chc tba

Um zehn Uhr haben die Suchtrupps mit ihrer Arbeit begonnen. Von der Bundeswehr erfuhr RTL-Reporter Christopher Wittich: Die Einsatzkräfte müssen Bäume fällen, um in die Unfallregion vordringen zu können. 300 Soldaten sind eingeteilt, um das Unglück aufzuklären. Wie es zu dem Unglück kommen konnte ist noch unklar. Am Nachmittag gab die Luftwaffe allerdings bekannt, dass die beiden Flugdatenschreiber der Jets gefunden wurden. Mit den darauf gespeicherten Daten soll der Ursache des Unglücks auf den Grund gegangen werden.

Bei Luftkampfübungen waren am Montag zwei Eurofighter über der Mecklenburgischen Seenplatte zusammengestoßen und mehrere Kilometer voneinander entfernt abgestürzt. Ein Pilot wurde getötet, der zweite überlebte das Unglück und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Es soll sich um einen erfahrenen Fluglehrer handeln. Zivile Opfer gab es nicht.