28. Juni 2019 - 11:11 Uhr

„Dann haben wir den ganzen Qualm gesehen“

Die Sommer-Sonne genießen, am Wasser oder im Schatten relaxen und dann passiert ein Unglück - kein schöner Gedanke. Doch genau das ist einigen Urlaubern in Mecklenburg-Vorpommern passiert - sie lagen am Strand, als plötzlich ein lauter Knall ertönt und anschließend ein Feuerball zu sehen ist. Wie die Augenzeugen den Eurofighter-Zusammenstoß und den Absturz erlebten - in unserem Video!

Diskussion um Bundeswehr-Übungsflüge

25.06.2019, Mecklenburg-Vorpommern, Nossentiner Hütte: Mitarbeiter der Flugsicherheit der Bundeswehr untersuchen ein Wrackteil eines Eurofighters auf der Spielwiese eines Kindergartens.  Bei Luftkampfübungen waren zwei Eurofighter über der Mecklenbur
Mitarbeiter der Flugsicherheit der Bundeswehr untersuchen ein Wrackteil eines Eurofighters auf der Spielwiese eines Kindergartens in Nossentiner Hütte.
© dpa, Christophe Gateau, cgt lof

Unterdessen wurde die Suchmannschaft rund um die Unglücksstelle verstärkt. 500 Kräfte sollen heute nach Wrackteilen suchen.

Bei Luftkampfübungen waren die Maschinen am Montag zusammengestoßen und mehrere Kilometer voneinander entfernt abgestürzt. Beiden Piloten gelang es zwar noch, die Schleudersitze zu aktivieren. Doch ein Pilot wurde getötet. Der zweite überlebte das Unglück und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Beide Flugdatenschreiber der abgestürzten Eurofighter wurden am Tag nach der Katastrophe gefunden und geborgen. Nun müssen die Daten ausgewertet werden, Experten erhoffen sich wichtige Hinweise. Die beiden abgestürzten Jets gehörten zum Luftwaffengeschwader 73, das in Laage bei Rostock stationiert ist.

Nach dem Unglück wurden Forderungen laut, solche Übungsflüge der Luftwaffe in der Tourismusregion Mecklenburgische Seenplatte einzuschränken oder einzustellen. Wie schnell Unbeteiligte betroffen werden können, erlebten die Menschen in der kleinen Gemeinde Nossentiner Hütte. Dort ging ein Wrackteil unmittelbar neben einem Kindergarten nieder.