Euro-Staaten stärken Rettungsfonds

12. Februar 2016 - 14:58 Uhr

Vor dem Hintergrund der neu aufgeflammten Schuldenkrise stärken die Eurostaaten ihren Rettungsfonds für klamme Mitglieder. Das bedeutet für Länder wie Deutschland höhere Garantieleistungen in Milliardenhöhe. Die Staats- und Regierungschefs der Euroländer beschlossen den Schritt nach stundenlangen Debatten bei einem Sondertreffen in Brüssel.

Der Krisenfonds hat bisher einen Umfang von 440 Milliarden Euro, wegen hoher Sicherheitsleistungen können derzeit aber nur 250 Milliarden Euro ausgeschöpft werden. Künftig soll der Betrag von 440 Milliarden Euro dagegen voll genutzt werden können, wie EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy sagte. Der Fonds EFSF soll künftig auch Staatsanleihen direkt von Staaten kaufen können, jedoch nicht von Investoren, wie dies derzeit die Europäische Zentralbank macht. «Das ist nicht nötig», sagte Van Rompuy.