Euro-Krise: Ifo-Chef sieht schwarz

12. Februar 2016 - 14:48 Uhr

Der Chef des Ifo-Insituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, sieht keine baldige Lösung in der Schuldenkrise. "Wir sind in einer wirklich existenziellen Krise des Euro. Solch eine Krise haben wir in der Nachkriegszeit noch nicht gesehen", so der Experte. Die Folgen wolle er sich gar nicht erst ausmalen.

Einige Länder seien durch den billigen Kreditfluss in der Krise inflationär überhitzt worden. Dies führe jetzt zu sinkender Wettbewerbsfähigkeit und Defiziten im Außenhandel, die finanziert werden müssten, so Sinn. "Um wieder ins Lot zu kommen, müssten sie jetzt billiger werden oder wir müssten teurer werden. Wir wollen aber nicht inflationieren und die wollen nicht deflationieren." Da liege das Grundproblem.