EU verteilt Flüchtlinge von Italien und Griechenland um

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10. Oktober 2015 - 15:26 Uhr

19 Eritreer nach Schweden gebracht

Die EU hat mit der Umverteilung von Flüchtlingen aus Italien und Griechenland auf andere Staaten begonnen. Als erste wurden 19 Eritreer von Italien nach Schweden gebracht.

EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos, der für Migration zuständige Luxemburger Außenminister Jean Asselborn und Italiens Innenminister Angelino Alfano verabschiedeten sie. "Es ist ein Beispiel für das, was wir schaffen können, wenn wir im Geist der Solidarität zusammenarbeiten", sagte Avramopoulos.

Insgesamt sollen 160.000 Flüchtlinge aus den besonders stark betroffenen Ländern Griechenland und Italien umverteilt werden. In den kommenden Wochen sollten weitere Flüge mit etwa 100 Migranten nach Deutschland, in die Niederlande und andere Länder starten, sagte Alfano. Er lobte den Beginn der Aktion als "Symbol des Sieges eines Europas, das weiß, wie man Solidarität und Verantwortung zeigt". Es sei ein wichtiger Tag für Europa.

Die EU-Staaten hatten im vergangenen Monat nach langen Debatten die Umverteilungsaktion beschlossen. Alfano sagte, im Oktober 2013, als über 300 Migranten bei einem Schiffbruch vor Lampedusa starben, sei Italien allein gewesen, heute stehe ihm Europa zur Seite. Kritik gab es an der geringen Zahl von nur 19 Flüchtlingen. "Es ist nicht die Anzahl, die zählt, sondern der Akt", sagte Avramopoulos.

Zudem hatten italienische Medien berichtet, einige der Eritreer wollten nicht nach Schweden.

Der EU-Kommissar erklärte, niemand solle gezwungen oder bestraft werden, aber die Regeln müssten befolgt werden. Asselborn betonte die gemeinsame Stärke der EU. "Europa heißt nicht nur Finanzkrise, Migrationskrise. Europa meint auch, dass wir die Kraft, die Energie und den Willen haben, diese Probleme zu lösen", sagte er.