EU-Projekt soll Alleebäume in Grenzregion schützen helfen

15. September 2021 - 16:53 Uhr

Blankensee (dpa/mv) - Mit einem deutsch-polnischen Alleenprojekt sollen die von Bäumen gesäumten historischen Straßen in der Grenzregion erhalten und zum Teil wiederbelebt werden. Wie der Landkreis Vorpommern-Greifswald am Mittwoch mitteilte, wurden in dem Zuge 100 Elsbeeren- und Eichenbäume zwischen Blankensee (Vorpommern-Greifswald) und dem polnischen Buk (Dobra) gepflanzt. Zu dem Projekt gehören auch Weiterbildungen für Straßenbauverwaltungen, um die ökologisch wichtigen Funktionen der Alleen zu vermitteln.

Alleebäume dienten vielen geschützten Arten wie Fledermäusen, Vögeln oder Käfern als Unterschlupf oder helfen als Wanderungskorridore in einer intensiv genutzten Landschaft. Für das Projekt "Alleen als Refugialgebiete der Biodiversität", das bis Januar 2022 läuft, sind insgesamt rund eine Million Euro geplant.

Die Region gehörte bis 1945 zum damals deutschen Teil Pommerns, bis Stettin (Szczecin) und die Umgebung in polnische Herrschaft übergingen. Danach wurden viele alte Straßenverbindungen wegen der Grenze gekappt. Nach dem EU- und Schengen-Beitritt Polens wurden viele Straßen wieder geöffnet. Im Kreisgebiet gibt es an 360 von 830 Kreisstraßen-Kilometern Alleebäume, insgesamt etwa 40.000 Bäume.

© dpa-infocom, dpa:210915-99-230870/2

Quelle: DPA

Auch interessant