EU-Minister: Roaming-Gebühren entfallen ab 2017

Ab Mitte 2017 werden Verbraucher entlastet.
© dpa, Daniel Naupold

02. Oktober 2015 - 12:07 Uhr

Manche Zusatzkosten, wie "permanentes Roaming" bleiben

Die weitgehende Abschaffung der Extragebühren für das Surfen und Telefonieren im Ausland wird nun auch endgültig durch die EU-Regierungen unterstützt. Ab dem 15. Juni 2017 sollen die Roaming-Gebühren zum größten Teil auslaufen.

Die für Wettbewerb und Industrie zuständigen Minister bestätigten eine Grundsatzeinigung mit dem Europaparlament vom Juli. Doch ganz dürften Verbrauchern die Aufschläge auch in Zukunft nicht erspart bleiben. Für das sogenannte "permanente Roaming" könnten nämlich weiterhin Zusatzkosten anfallen.

Dabei würden Kunden sich ihre SIM-Karte für das Handy im günstigeren Ausland kaufen, nach Expertenangaben vor allem in ost- und nordeuropäischen Ländern - aber sie daheim nutzen. Um so etwas zu verhindern, dürfen Anbieter bei Erreichen bestimmter Mengen an Anrufen, SMS oder Daten Aufschläge erheben. Diese sollen aber deutlich unter den derzeitigen Obergrenzen liegen. Was das im Detail bedeutet, soll die EU-Kommission bis Mitte Dezember 2016 ausarbeiten.

Bevor die Neuregelung beschlossene Sache ist, muss allerdings noch das EU-Parlament zustimmen. Der Industrieausschuss könnte nach derzeitiger Planung Mitte Oktober abstimmen, das Plenum Ende des Monats.