EU hält an Ölembargo gegen Iran fest

15. Februar 2016 - 4:26 Uhr

Im Atomstreit mit dem Iran wird die Europäische Union wie geplant ein Ölembargo verhängen. Damit setzt sich die EU über Drohungen aus Teheran hinweg. Wie Diplomaten in Brüssel berichteten, wollen die Außenminister der 27 EU-Staaten zudem beschließen, Gelder der iranischen Zentralbank einzufrieren. Teheran hatte unlängst angedroht, bei Ölsanktionen die für Tankschiffe wichtige Straße von Hormus zu sperren.

Das Importverbot für Öl aus dem Iran soll sofort in Kraft treten - für bereits abgeschlossene Lieferverträge ist von der dänischen EU-Ratspräsidentschaft eine Übergangsfrist geplant, die am 1. Juli ausläuft. Der Termin sei aber nicht unumstritten, da einige Länder früher beginnen wollten, einige später, sagten Diplomaten.