EU-Einsatz in Zentralafrika vor Verlängerung

Philippe Pontiès, Kommandeur der EU-Truppe in Zentralafrika, hofft auf eine Entscheidung bis Mitte November.
Philippe Pontiès, Kommandeur der EU-Truppe in Zentralafrika, hofft auf eine Entscheidung bis Mitte November.
© dpa, Julien Warnand

18. September 2014 - 15:07 Uhr

Erhebliche Erfolge in den vergangenen Monaten

Der Einsatz von rund 750 Soldaten aus 10 EU-Staaten in der Zentralafrikanischen Republik wird möglicherweise verlängert. Der Kommandeur der Truppe, der französische General Philippe Pontiès, sagte in Brüssel, er hoffe auf eine Entscheidung der EU-Regierungen bis Ende Oktober oder Mitte November. Das Mandat der Truppe, die seit Juni in der Hauptstadt Bangui nach blutigen Kämpfen zwischen christlichen und islamischen Milizen Ruhe und Ordnung wieder herstellen soll, läuft planmäßig Mitte Dezember aus.

Nach bisherigen Plänen sollte die EU dann an eine UN-Friedenstruppe übergeben. "Es gibt eine sehr starke Erwartung der Regierung, der Bevölkerung und aller Hilfsorganisationen, dass das Mandat verlängert wird", sagte Pontiès. In den vergangenen Monaten seien erhebliche Erfolge erzielt worden. Zwei Stadtviertel, in denen die EU-Truppe patrouilliere, seien wieder bewohnbar. Zahlreiche Flüchtlinge kehrten in ihre Häuser zurück.

Ein großes Flüchtlingslager, in dem im Februar 100.000 Menschen lebten, beherberge nur noch 20.000 Menschen. Die zentralafrikanischen Sicherheitskräfte seien aber noch nicht voll einsatzfähig. Deutschland ist an dem Einsatz mit Soldaten in den Hauptquartieren in Bangui und Larissa (Griechenland) sowie mit einem Sanitätsflugzeug beteiligt.