Entscheidungen im Kabinett

EU-Bürger dürfen wieder ohne Kontrollen nach Deutschland einreisen

Grenzkontrollen an der Schweizer Grenze
© dpa, Philipp von Ditfurth, pvd fdt

10. Juni 2020 - 16:43 Uhr

Einreise ohne Kontrolle

An den Grenzen innerhalb der EU kommt ein Stück weit Normalität zurück. Bundesinnenminister Horst Seehofer kündigte an, dass EU-Bürger wieder ohne Kontrollen nach Deutschland einreisen können.

Keine Quarantäne-Vorschriften mehr

Vom kommenden Dienstag an soll an den deutschen Landesgrenzen wieder Normalbetrieb herrschen. EU-Bürger können dann nämlich wieder ohne Kontrollen und Quarantäne-Vorschriften einreisen – wenige Ausnahmen bleiben.

  • So werden etwa die Kontrollen für Menschen, die mit dem Flugzeug aus Spanien kommen, erst am 21. Juni enden.
  • Zudem besteht in fast allen Bundesländern die Landesverordnung, dass sich bei der Einreise aus EU-Staaten, die eine Zahl von Neuinfizierten von mehr als 50 Fällen pro 100.000 aufweisen, in Quarantäne begeben werden muss. Die Ausnahme bilden hierbei nur Nordrhein-Westfalen und Brandenburg.

Seehofer sei "zuversichtlich", dass es nicht zu erneuten Grenzschließungen kommen werde, wenn alle Bürger die Regeln zur Minimierung des Coronavirus weiterhin beachten werden. Reisende an den europäischen Binnengrenzen können damit im Sommer mit weniger Kontrollen rechnen.

Planungssicherheit für Landwirte

Die Lockerung der Einreisebeschränkungen gelten ab nächsten Dienstag also auch für Erntehelfer. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat zudem Neuregelungen für Saisonarbeiter bekanntgegeben – diese gelten ab dem 16.Juni.

Die Ministerin macht den Arbeitgebern Vorgaben: "In den Betrieben müssen kleine, feste Teams gebildet werden", so Klöckner. Die Einteilung der Erntehelfer in feste Teams helfe, das Ausbreitungsrisiko von Corona zu verringern. Die Teams sollen untereinander keinen Kontakt haben.

Auch im Falle einer Erkrankung sei dann das gesamte Team zu isolieren. Für die Spargel- und Erdbeerenernte nannte Klöckner eine Teamgröße von maximal 20 Personen. "Wir sind nicht in der Zeit vor Corona, wir haben eine andere Zeit", so die Ministerin.

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