Na dann, Guten Appetit!

EU beschließt: Mehlwürmer sind jetzt Lebensmittel

05. Mai 2021 - 20:55 Uhr

Wenn da mal nicht der Wurm drin ist

Erstmals hat ein Insekt in der Europäischen Union die Zulassung als Lebensmittel erhalten: Der Verzehr von getrockneten gelben Mehlwürmern soll bald offiziell möglich sein.

Mehlwürmer als Snack oder Zutat

 Snack mit Insekten, ein Mann hält auf einer Street Food Veranstaltung eine Schale mit Heuschrecken, Mehl- und Buffalowürmern auf Salat. Deutschland *** Snack with insects, a man holding a bowl of grasshoppers, flour and buffalo worms on salad at a s
So könnte schon bald eine Fast-Food-Alternative aussehen.
© imago images/mhphoto, Mario Hoà ¶sel, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Vorausgegangen war eine wissenschaftliche Bewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Die nun zugelassenen Mehlwürmer gelten als neuartiges Lebensmittel und können der EU-Kommission zufolge als Snack oder Zutat verwendet werden - etwa in Protein- und Nudelprodukten oder Keksen. Als neuartige Lebensmittel gelten Produkte, die vor dem 15. Mai 1997 kaum konsumiert wurden.

Wonach schmecken Mehrlwürmer?

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Insekten für mehr Nachhaltigkeit

Die Mehlwürmer sollen zu einem nachhaltigeren Lebensmittelsystem in der EU beitragen. Nachdem die EU-Staaten der Europäischen Kommission nun grünes Licht für die Zulassung gegeben haben, wird die formelle Entscheidung der Brüsseler Behörde in den kommenden Wochen erwartet.

Käfer, Würmer, Heuschrecken & Co.: Was anderswo schon seit Jahrhunderten quasi als Grundnahrungsmittel gilt und von Experten schon als Superfood der Zukunft gehypt wird, löst hierzulande bei den meisten noch Unbehagen aus – wenn nicht sogar Ekel. In anderen Ländern ist es dagegen längst Gang und Gäbe, Insekten zu essen. Heuschrecken, Ameisen, Larven, Raupen und andere Insekten gelten an vielen Orten der Welt als Delikatesse.

Rund 1.500 Insektenarten gelten weltweit als essbar. Und fast alle von ihnen haben ernährungswissenschaftlich gesehen enormes Potenzial. Grillen zum Beispiel enthalten mehr Protein und Kalzium als Kühe, Schweine oder Hühner - und dabei viel weniger Fett und Kalorien. Hinzu kommt, dass die Zucht von Insekten als Nahrungsmittel sehr viel weniger Platz, Energie und Ressourcen wie Wasser benötigt als die Haltung von anderen Nutztieren. Das reduziert den CO2-Fußabdruck und schont die Umwelt.

dpa / SBL

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