Essgewohnheiten nach Pferdefleisch-Skandal: Als wäre nichts gewesen

Der Pferdefleisch-Skandal vor einem Jahr hat das Konsumverhalten deutscher Verbraucher nur wenig verändert.
Der Pferdefleisch-Skandal vor einem Jahr hat das Konsumverhalten deutscher Verbraucher nur wenig verändert.
© dpa, Caroline Seidel

07. Februar 2014 - 11:20 Uhr

Lediglich Zurückhaltung bei Tiefkühl-Lasagne

Die Aufregung war riesengroß, als im Februar 2013 immer heftigere Details zum Pferdefleisch-Skandal in Deutschland bekannt wurden. Für Verbände, Politik und auch die Deutschen war klar – so kann es nicht weitergehen. Doch was hat sich geändert? Nichts.

Nach Daten des Marktforschungsunternehmens GfK brach der Absatz von Tiefkühlfertigprodukten zwar in den Wochen nach dem Bekanntwerden der Betrugsfälle ein. "Bereits nach einigen Monaten sind viele Verbraucher aber wieder zu ihren ursprünglichen Kauf- und Konsumgewohnheiten zurückgekehrt", sagte GfK-Expertin Ilona Beuth. Lediglich bei Tiefkühl-Lasagne sei auch im zweiten Halbjahr 2013 noch deutliche Zurückhaltung zu spüren gewesen.

In dem Pferdefleischskandal hatten Händler europaweit im großen Stil Pferdefleisch als Rindfleisch verkauft. Lebensmittelhersteller verarbeiteten es vor allem in Fertigprodukten. In Deutschland entdeckten Landesbehörden in mehr als 180 Proben Pferde-DNA, zahlreiche Produkte wurden zeitweise aus dem Verkehr gezogen.

Auch die Facebook-Nutzer von RTL Aktuell diskutieren wild über die Veränderungen der Essgewohnheiten durch den Pferdefleisch-Skandal. Tiziana ist beispielsweise der Meinung, dass, obwohl sie Pferde liebt und sogar reiten geht, man als bekennender Fleischesser keinen Unterschied zwischen Pferd oder Schwein machen sollte. Der Meinung ist auch Gerd, der am liebsten Sauerbraten aus Pferdefleisch isst. Nathalie hingegen setzt auf das Vertrauen des Metzgers, bei dem sie schon immer Fleisch kauft.