Fahrer unter Mordverdacht

Essex: Auto rast in Schülergruppe – 12-jähriger Junge stirbt

© dpa, Rick Findler, esz pil

3. Dezember 2019 - 12:55 Uhr

Todes-Crash in Loughton, England: Ein Toter, fünf Verletzte

Essex unter Schock: In der englischen Grafschaft nördlich von London ist am Montagnachmittag ein Mann mit seinem Auto in eine Schülergruppe gerast – offenbar mit voller Absicht. Ein zwölfjähriger Junge wurde beim Crash so schwer verwundet, dass er später im Krankenhaus starb. Wie britische Medien berichten, sind vier Teenager im Alter von 13 bis 16 Jahren und eine 23-jährige Frau ebenfalls verletzt. Die Polizei stuft den Zwischenfall mittlerweile als Mord und mehrfachen Mordversuch ein.

Er soll es auf die Schüler abgesehen haben: 51-Jähriger unter Mordverdacht verhaftet

Großbritannien, Loughton: Kriminaltechniker untersuchen einen Tatort in der Willingdale Road in der Nähe der Debden Park High School. In der Grafschaft Essex nördlich von London ist ein Mann mit seinem Auto in eine Gruppe von Schülern gerast.
Kriminaltechniker untersuchten noch bis in die Nacht den Tatort in der Nähe der Debden Park High School in Loughton.
© dpa, Rick Findler, esz pil

Montag, 2. Dezember, gegen 15:20 Uhr Ortszeit: Eine Gruppe Schüler ist gerade in der Willingdale Road nahe der Debden Park High School in Loughton unterwegs – als plötzlich, ohne Warnung, ein silberner Ford KA auf den Gehweg schießt. Sechs Menschen werden vom Auto erfasst, der 12-jährige Harley Watson erliegt wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die anderen Opfer werden zum Glück nur leicht verletzt, sie schweben nicht in Lebensgefahr.

Der Fahrer, ein 51-Jähriger, flüchtet. Erst mehrere Stunden später kann er von der Polizei festgenommen werden – unter Mordverdacht. "Wir gehen davon aus, dass die Kollision vorsätzlich erfolgte, daher haben wir Mordermittlungen aufgenommen", so ein Polizeisprecher. Warum der Mann es auf die Schüler abgesehen hatte, ist noch völlig unklar.