Essens Clubchef: Geisterspiele "finanzieller Ruin"

10. April 2020 - 13:20 Uhr

Auch der frühere Fußball-Bundesligist Rot-Weiss Essen kämpft in der Corona-Krise ums Überleben. "Ohne zu wissen, wie und wann es weitergeht, halten auch wir eine Zeit ohne Heimspiele nicht ewig lange durch. Diese Krise ist somit auch für RWE existenzbedrohend", sagte Clubchef Marcus Uhlig im "Sportbuzzer"-Interview (Freitag).

Wie für nahezu alle Clubs unterhalb der 2. Bundesliga sind auch für den aktuellen Viertligisten Spiele ohne Zuschauer keine Option. "Geisterspiele würden etliche Dritt- und Viertligisten relativ zeitnah in den finanziellen Ruin befördern", sagte Uhlig. Sollte die Saison mit so genannten Geisterspielen fortgesetzt werden, würden die Kosten bei weiter ausbleibenden Einnahmen wieder steigen.

"Anders als die Vereine der beiden Bundesligen ist die wirtschaftliche Säule Fernsehgeld in Liga 3 nicht besonders und in Liga 4 gar nicht relevant, wodurch Geisterspiele für uns keinerlei Vorteil darstellen würden", begründete Uhlig. Sollte die Saison aber notgedrungen abgebrochen werden, rechnet auch der Revierclub mit Rückforderungen von Dauerkarteninhabern und Sponsoren. "Insgesamt stehen durch fehlende Einnahmen und mögliche Rückforderungen im schlimmsten Fall bis zu 2,5 Millionen Euro im Feuer", sagte Uhlig.

Quelle: DPA