Essener Tafel hebt Aufnahme-Stopp für Ausländer Ende März auf

12. März 2018 - 10:15 Uhr

Ende der Diskussionen um die Tafel in Essen in Sicht?

Ende März soll es soweit sein, dann will man bei der Essener Tafel den umstrittenen Aufnahme-Stopp für Ausländer beenden. Das hat der Vorsitzende, Jörg Sartor, bestätigt. Mit dieser Ankündigung dürfte die Hoffnung verbunden sein, sich endlich wieder auf die alltäglichen Aufgaben konzentrieren zu können.

23.02.2018, Nordrhein-Westfalen, Essen: Jörg Sator, Vorsitzender der Essener Tafel, beantwortet in der Ausgabestelle der Essener Tafel Fragen der Journalisten. Die Essener Tafel will keine nichtdeutschen Neukunden mehr aufnehmen. Foto: Roland Weihrau
Jörg Sator, Vorsitzender der Essener Tafel.
© dpa, Roland Weihrauch, rwe pil

"Zahlen haben sich ins Gleichgewicht bewegt"

"Die Zahlen haben sich ins Gleichgewicht bewegt. Sie werden zum Ende des Monats ein für uns akzeptables Verhältnis haben, davon gehen wir aus", sagte Sartor über die Anzal der deutschen und ausländischen Besucher. Der Aufnahme-Stopp für Ausländer sei immer als temporäre Maßnahme geplant gewesen. Am Freitag hatten Vertreter der Essener Tafel mit anderen Wohlfahrtsverbänden sowie Migrantenselbstorganisationen diskutiert. Dabei sei man laut der Stadt Essen zu dem Schluss gekommen, die vorübergehend eingeführten Beschränkungen "schnellstmöglich aufzuheben".

Seit zwei Monaten nimmt die Essener Tafel keine Ausländer mehr als Neukunden auf. Diese Entscheidung hatte deutschlandweit für heftige Diskussionen und zum Teil empörte Reaktionen gesorgt. Zuletzt hatte sich der designierte CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn gegen seine Chefin Angela Merkel gestellt. Die Bundeskanzlerin hatte den Aufnahme-Stopp kritisiert, Spahn äußerte in einem Interview Verständnis für den Schritt.

Hitzige Debatte um Ausländer bei der Tafel seit zwei Monaten im Gange

Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, unterhaelt sich mit Jens Spahn, designierter Gesundheitsminister, im Rahmen des 30. Parteitags der CDU Deutschland in Berlin, 26.02.2018. Berlin Deutschland *** German Chancellor Angela Merkel CDU is holding health
Waren sich beim Thema Essener Tafel zuletzt nicht ganz einig: Kanzlerin Angela Merkel und der designierte Gesundheitsminister Jens Spahn.
© imago/photothek, Florian Gaertner/photothek.net, imago stock&people

Seit zwei Monaten nimmt die Essener Tafel keine Ausländer mehr als Neukunden auf. Diese Entscheidung hatte deutschlandweit für heftige Diskussionen und zum Teil empörte Reaktionen gesorgt. Zuletzt hatte sich der designierte CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn gegen seine Chefin Angela Merkel gestellt. Die Bundeskanzlerin hatte den Aufnahme-Stopp kritisiert, Spahn äußerte in einem Interview Verständnis für den Schritt.