Gina (✝18) starb bei Raserunfall

Totraser von Essen geht in Berufung gegen Bewährungsstrafe

Wegen fahrlässiger Tötung wurde der Angeklagte verurteilt
© RTL

15. August 2020 - 11:02 Uhr

Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung

Der Mc-Laren-Totraser geht in Berufung: Der vor knapp zwei Wochen zu einer 14-monatigen Bewährungsstrafe verurteilte 25-jährige Fahrer des Sportwagens hat über seinen Anwalt Berufung gegen das Urteil eingelegt. Dies teilte das Amtsgericht Essen mit.

Beifahrerin wurde aus dem Wagen geschleudert

Üblicherweise wird im Fall einer Berufung der Fall erneut verhandelt, diesmal vor dem Landgericht, dem nächsthöheren Gericht. Bei dem Unfall auf der A52 war eine 18-jährige Bekannte des Mannes ums Leben kommen, die als Beifahrerin neben ihm saß. Der junge Mann hatte den gebrauchten Wagen erst zwei Tage zuvor bekommen. Er selbst hatte den Unfall nahezu unbeschadet überstanden. Weitere Fahrzeuge waren nicht beteiligt.

Das Gericht hatte den 25-Jährigen aus Essen wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Außerdem hatte es eine Strafe in Höhe von 25.000 Euro verhängt, ihn zu 500 Arbeitsstunden verpflichtet und ihm seinen Führerschein entzogen. Zwei Jahre lang darf er laut erstinstanzlichem Urteil keinen neuen machen.

Totraser überlebte Unfall leicht verletzt

Prozess nach Raser-Unfall in Essen: Gina Pfeiffer starb bei dem Crash
Gina (18) starb beim Unfall im McLaren-Sportwagen, der Fahrer wurde in Essen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt
© RTL

Der Mann hatte nach Überzeugung des Gerichts wegen zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen 570 PS starken Sportwagen verloren und war von der Fahrbahn abgekommen. Er schleuderte zunächst gegen die Leitplanke und prallte dann gegen einen Baum dahinter. Das Auto wurde dabei zerteilt.

Die angeschnallte Beifahrerin wurde aus dem Auto geschleudert und tödlich verletzt. Der heute 25-Jährige kam mit leichten Verletzungen davon. Der Unfall geschah auf einem Autobahnabschnitt im Essener Süden, in dem es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt.