Essen: Fernbus-Randalierer kollabiert und stirbt in Polizeigewahrsam - Obduktion legt Drogentod nahe

Polizeiwagen mit Blaulicht (Archivbild)
© dpa, Arno Burgi

04. Januar 2018 - 14:24 Uhr

Mann griff Busfahrer in Lenkrad

Rätselhafter Tod: Ein 37-jähriger Mann ist im Gewahrsam der Essener Polizei zusammengebrochen und gestorben. Der Mann hatte zuvor randaliert und nach Angaben der Polizei auf der Autobahn 52 in Essen einem Fernbusfahrer mehrfach ins Lenkrad gegriffen. Die Obduktion ergab jetzt, dass der Mann sich an "bislang unbekannten Substanzen" vergiftet hatte.

Obduktion: Tod durch Drogen wahrscheinlich

Der Fahrer konnte den sonst leeren Bus noch an einer Ausfahrt von der Autobahn lenken und die Polizei alarmieren. Die Beamten nahmen den Mann trotz Widerstands fest. In Polizeigewahrsam sei er dann kollabiert und habe nicht mehr wiederbelebt werden können, sagte ein Sprecher der ermittelnden Polizei. Die Obduktion ergab, dass der Mann an einer "Vergiftung durch bislang unbekannte Substanzen" starb. Hinweise auf Gewalteinwirkungen seien nach Angaben der Behörden nicht gefunden worden. "Es gibt Anlass zu der Vermutung, dass Alkohol oder Drogen eine Rolle gespielt haben", sagte am Donnerstag ein Sprecher der Bochumer Polizei. Der Fernbus war auf dem Weg von Gera (Thüringen) über Düsseldorf nach Essen. Der 37-Jährige war der letzte Fahrgast.