Eskalation: Kriegsgefahr in Korea

28. November 2010 - 12:06 Uhr

Schwerster Zwischenfall seit dem Koreakrieg

Bei einem der schwersten Zwischenfälle seit dem Koreakrieg vor mehr als fünf Jahrzehnten sind zwei südkoreanische Marinesoldaten durch Granatenbeschuss aus Nordkorea getötet worden. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, darunter auch Zivilisten. Die südkoreanischen Streitkräfte wurden daraufhin in die höchste Alarmbereitschaft seit dem Bruderkrieg versetzt. Weltweit löste die dramatische Lage Besorgnis aus.

Nordkorea droht Südkorea mit weiteren Militärschlägen

Nordkorea droht bereits mit weiteren Militäranschlägen. "Sollte die südkoreanische Marionettengruppe es wagen, auch nur 0,0001 Millimeter in Nordkoreas Hoheitsgewässer vorzudringen, wird die revolutionäre Streitmacht nicht zögern, weiter gnadenlose militärische Gegenmaßnahmen zu ergreifen", hieß es in der von den staatlichen nordkoreanischen Medien veröffentlichten Erklärung des Truppenkommandos. Im Geben Meer gelte nur die von Nordkorea selbst gezogene Grenzlinie, hieß es.

Südkoreanische Militärs wiesen die Anschuldigungen Nordkoreas zurück. Bei einer Seeübung der südkoreanische Marine zum Zeitpunkt der Zwischenfalls habe es sich um ein jährliches Manöver gehandelt, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap einen Militärvertreter. Die Übung habe 20 bis 30 Kilometer südwestlich von Yonpyong stattgefunden. Nordkorea hatte zuvor gegen die Übung heftig protestiert.