Esel Prinz musste sterben, weil Unbekannte ihn in einen Tunnel getrieben haben

Esel Prinz wurde vom ICE erfasst. (Symbolbild)

03. Mai 2017 - 16:27 Uhr

Prinz (28) wurde vom ICE überrollt

Eigentlich sollte Esel Prinz kleinen Kita-Kindern den Tag beim Reiten versüßen. Doch Unbekannte trieben ihn und seinen Kumpanen Bodega in der Nacht zuvor in einen Eisenbahntunnel. Dort wurde Prinz von einem ICE förmlich zermalmt. Esel-Besitzer Jürgen Neumann (64) ist nun außer sich vor Wut.

Esel wurden für therapeutisches Reiten eingesetzt

Wie der Kölner 'Express' berichtet, besitzt Neumann eine ganze Esel-Herde. Bodega (14) und Prinz (28) wurden für therapeutisches Reiten für Kinder trainiert. Mit den Eseln war Neumann sogar 2014 auf dem Jakobsweg. "Prinz war ausgebildeter Packesel und rund 10.000 Euro wert", erzählt er dem 'Express'. Nun ist Prinz tot und Bodega steht unter Schock.

Unbekannte sollen in der Nacht zum 1. Mai den Weidenzaun geöffnet und die Esel zum einige hundert Meter entfernten Tunnel getrieben haben. "Esel sind Fluchttiere. Sie wären nie freiwillig die tiefe Böschung hinunter und dann in den Tunnel gegangen. Allein die Geräusche der Züge hätten sie abgehalten", so Neumann.

Esel Bodega nun völlig paralysiert

Esel Prinz wurde vom Zug überrollt. Doch Bodega überlebte, weil er ganz eng an der Tunnelwand stand. "Er war auf der dem Gleis zugewandten Seite mit Blut von Prinz bedeckt", sagt Neumann dem 'Express'. "Jetzt steht er völlig paralysiert auf der Weide, will nicht fressen und lässt sich nicht gern anfassen. Dabei war er immer mein Schmusi."

Das Pech für die Täter: Im Tunnel sind Überwachungskameras installiert. Die Aufnahmen wertet die Kripo nun aus. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr und Sachbeschädigung. Auch Neumann hat Anzeige gegen unbekannt gestellt.