Es wird immer teurer: Das Geschäft mit den Parkgebühren brummt

25. April 2014 - 20:05 Uhr

Jeder zweite Deutsche findet Parkgebühren zu hoch

Wenn ein Autofahrer in deutschen Großstädten am Ziel ist, dann ist er oftmals lange noch nicht angekommen. Je nachdem, wo er hin will, muss er nach der eigentlichen Fahrt noch eine gute Portion Zeit, Nerven und Geld mitbringen. Denn Parkplätze sind oft rar, und wenn man dann einen gefunden hat, kommt das nächste Erwachen an der Parkuhr.

Es wird immer teurer: Das Geschäft mit den Parkgebühren brummt
Parkplätze: knapp und teuer.
© picture alliance / dpa, Oliver Berg

In Köln zum Beispiel zahlt man mittlerweile bis zu einem Euro für 20 Minuten. Am Alexanderplatz in Berlin werden ab dem 1. Juli die Gebühren verdoppelt, steigen von einem auf zwei Euro. Da kommt Ärger auf. Fast jeder zweite Deutsche findet die Parkgebühren zu hoch. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage für RTL.

Doch nicht nur in den Innenstädten und an großen Knotenpunkten sind die Gebühren hoch, auch in Wohnvierteln muss man als Autofahrer tief in die Tasche greifen. Bei den Anwohnern allerdings treffen hohe Parkgebühren auf Verständnis. Wenn die Leute ihr Auto abstellen, sollen sie ruhig dafür bezahlen, ist die Sichtweise bei den Menschen in den Wohngegenden.

Möglicherweise steigt der ein oder andere Autofahrer ja auch auf öffentliche Verkehrsmittel um. Oder er nutzt Carsharing, denn laut Willi Loose, Geschäftsführer des Bundesverbandes CarSharing e.V., trägt jeder neue Carsharing-Parkplatz dazu bei, dass über das Verhalten seiner Kunden acht bis neun Stellplätze frei werden, weil Autos entsprechend abgeschafft werden. So nimmt das Verkehrsaufkommen ab und es wird mehr Parkraum geschaffen.

Das sagen unsere User

Zu den steigenden Parkgebühren in deutschen Städten haben wir bereits am 15. April via Facebook nach Ihrer Meinung gefragt. Hier einige Ihrer Reaktionen:

"Bin froh, dass ich kein privates Auto mehr habe! Jeden Morgen immer diese Hetze. In der Bahn kann ich lesen und Kaffee trinken. Ok, manchmal ist es zu voll, aber ich bin sogar 15 Minuten schneller da! Und das, was man an Geld spart, das ist ein zweiwöchiger Urlaub! Es muss jeder selber wissen, ob man privat wirklich ein Auto braucht."

"Ich parke da, wo es nichts kostet und laufe dafür länger. Da bin ich geizig. Der Staat hat schon genug, wo er kassiert."

"Leute nicht meckern. Lasst die Autos stehen, wenn ihr shoppen wollt und fahrt mit der Bahn! Ist eh stressfreier, weil man keinen Parkplatz suchen muss. Und wer nun schimpft, dass die Einkäufe dann schwer werden: es gibt Trolleys!"

"Wenn es kostenlose/preiswerte Parkplätze gäbe, wäre der Stadtbummel attraktiver? Ich befürchte das Gegenteil. Die Stadtkerne sind jetzt schon total zugeparkt und die Straßen mit Autos überfüllt. Viel befahrene Straßen machen Geschäfte kaputt, weil deswegen kein Fußgängerverkehr mehr möglich ist. Beispiele gibt es genügend."

"Bodenlose Frechheit! Man wird überall nur noch abgezockt!"

"Kleiner Tipp! Wenn man ohne Parkschein parkt, bekommt man ein Ticket über 5€, Parkdauer unbegrenzt. Überschreitet man die Uhrzeit, kostet es mehr - intelligent! Ergo, wenn ich in der Stadt bin und ich weiß, es dauert 6 Stunden, ziehe ich nie ein Ticket! Lieber 5 Euro, als 12,50 Euro oder noch mehr!"