Es war ihr "bester Freund" - Schwedin verspeist ihr altes Rennpferd

6. Januar 2016 - 13:04 Uhr

"Iffy Mant, ich werde dich immer lieben"

"Für manche Leute mag es furchtbar klingen, wie ich einer meiner besten Freunde essen kann", schreibt Helena Stahl bei Facebook. In Skelleftea (Schweden) sorgt die Geschichte der jungen Reiterin und ihrem geliebten Pferd derzeit für Aufruhe. Nachdem Stute Iffy Mant unheilbar an einer Knieverletzung erkrankt war, entschied sich Helena dazu, sie zu töten, da niemand ein krankes Pferd kaufen würde.

Nachdem die Stute dann im Mai 2015 erschossen wurde, fragte sie sich, was nun mit dem toten Körper ihres Pferdes passieren sollte und entschied sich dafür, das Fleisch ihres treuen Begleiters mit nach Hause zu nehmen. "154 Kilogramm Fleisch ohne Knochen hatte ich von ihr. Genug Essen für viele hungernde Menschen. Soll ich da wählerisch sein? Ich konnte nicht sagen, dass ich das nicht Fleisch nehme, wenn stattdessen gesunde Tiere getötet werden würden - wegen mir", erklärt die 24-Jährige bei Facebook.

Unter ihren Posts hagelt es viel Kritik. Viele User finden Helena herzlos und fragen sich, ob sie auch ihre Mutter verspeisen würde, wenn sie tot sei. Doch Helena wehrt sich gegen die Vorwürfe: "Ich bin stolz auf jedes Paket Hackfleisch, das ich aus der Tiefkühltruhe raushole. Jedes Mal erinnere ich mich an all die tollen Erinnerungen, die wir zusammen hatten", erklärt sie.

Helena beteuert, sie wollte nur verhindern, dass die Leiche ihres geliebten Pferdes bei einem Schlachter landete, bei dem sie nicht weiß, was mit ihr passiert."Iffy Mant, danke für alles! Du bist mein tapferster Star! Meine tapferste Prinzessin! Ich werde dich immer lieben!", stellt sie klar. Vielen Menschen geht dieser Fall von Liebe jedoch etwas zu weit.