"Ertrinkender" in der Elbe: Übung zeigt Gefahren beim Baden

Rettungskräfte der Feuerwehr Hamburg tragen bei einer Übung einen Taucher zum Rettungswagen. Foto: Christian Charisius/dpa
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30. Juni 2020 - 14:15 Uhr

Der Mann strampelt in der Elbe, winkt und ruft um Hilfe - diesmal geht alles gut, die Retter sind sofort da, denn es handelt sich um eine Übung der Hamburger Feuerwehr. Sie will damit auf die Gefahren beim Baden in der Elbe hinweisen.

Bei dem Einsatz am Dienstag war der "Ertrinkende" ein Taucher der Feuerwehr und mit einem dicken Neoprenanzug geschützt. Kaum war er im Wasser, rauscht auch schon über ihm ein Hubschrauber, mehrere Rettungsschiffe nähern sich. Mit einer Art Netzrolle wird der Mann direkt an Bord des Rettungsbootes geholt, ohne dass jemand ins Wasser springen muss. In der Elbe habe eine Fließgeschwindigkeit von sechs km/h geherrscht, da könne auch ein guter Schwimmer kaum gegenanschwimmen, sagt er später an Land. "Das ist sehr gefährlich."

Bei schönem Sommerwetter tummeln sich normalerweise tausende Menschen am Elbstrand - und einige wagen sich auch ins Wasser. Mit der Übung wollte die Feuerwehr nun die Gefahren für Badende veranschaulichen. Hier seien nicht nur Freizeitkapitäne mit Segelbooten unterwegs sondern auch Kreuzfahrtschiffe und Containerriesen, erklärte die Feuerwehr. Neben kräftigem Wellengang lauerten am Elbstrand auch andere Gefahren etwa durch gefährliche Unterströmungen.

Quelle: DPA