Erstmals in MV wieder Todesfall im Zusammenhang mit Corona

Ein Arzt hält einen Coronavirus-Test in den Händen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
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18. Oktober 2020 - 18:42 Uhr

Zum ersten Mal seit Anfang Mai ist in Mecklenburg-Vorpommern wieder ein Menschen im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte, litt der infizierte 66 Jahre alte Mann aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald an chronischen Vorerkrankungen. Mit dem jüngsten Todesfall erhöhte sich die Zahl der Patienten, die eine Corona-Infektion nicht überlebten, im Nordosten auf nunmehr 21.

Das Landesamt meldete am Samstag 39 neue Corona-Ansteckungen für Mecklenburg-Vorpommern, am Sonntag 26. Am Mittwoch war mit 60 Fällen die bislang höchste Zahl innerhalb eines Tages für den Nordosten registriert worden. Insgesamt wurden landesweit inzwischen 1712 Corona-Infektionen festgestellt.

Die meisten Neu-Infektionen gab es erneut in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte (11) und Ludwigslust-Parchim (9). In der Seenplatte hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen die 35er-Marke bereits vor einigen Tagen überschritten. Der Landkreis, der jetzt bei 43,2 liegt, erhöhte deshalb die Schutzvorkehrungen. Ludwigslust-Parchim steht mit dem Wert 34,8 kurz vor solchen Maßnahmen.

Regionen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen werden als Risikogebiete eingestuft und müssen die Schutzmaßnahmen deutlich verschärfen. Landesweit liegt der Wert im Nordosten bei 21,0, am niedrigsten dabei in Schwerin mit 7,3.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden seit Beginn der Corona-Pandemie nunmehr 180 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, vier mehr als am Samstag. Knapp 1300 aller im Nordosten Infizierten gelten inzwischen als genesen, 22 mehr als noch am Freitag. Die Infektionsquote ist in Mecklenburg-Vorpommern mit 104 Fällen je 100.000 Einwohner die geringste in Deutschland. Der Bundesdurchschnitt liegt mit 434 deutlich höher.

Quelle: DPA