Erstes Statement seit Tagen - kein klares Eingeständnis der Niederlage

Donald Trump: "Wer weiß, welche Regierung in Zukunft an der Macht sein wird?"

13. November 2020 - 23:44 Uhr

Trump hat Biden-Sieg noch immer nicht anerkannt

Erstmals seit über einer Woche hat sich der amtierende US-Präsident Donald Trump öffentlich geäußert. Seine von mehreren US-Sendern prognostizierte Wahlniederlage gegen Demokrat Joe Biden gestand er dabei aber nicht klar ein, auch wenn er erste Zweifel an seinem Sieg andeutete. Auch knapp eine Woche nach den ersten Prognosen hat Donald Trump den Sieg seines Kontrahenten nicht anerkannt. Stattdessen ging es um die Corona-Pandemie in den USA und die Impfstoff-Hoffnung des US-Unternehmens Pfizer zusammen mit dem deutschen Unternehmen BioNTech.

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Trump: Lockdown wird es unter seiner Regierung nicht geben - "was auch immer in der Zukunft passiert"

Es gab nur einen Moment während seiner Rede, in dem Trump Zweifel über seinen Wahlsieg zumindest andeutete. Einen Lockdown in den USA werde es unter ihm nicht geben, sagte der US-Präsident. Was auch immer in der Zukunft passiere, die Zeit werde es zeigen. "Wer weiß, welche Regierung in Zukunft an der Macht sein wird?", so Trump.

Ein klares Eingeständnis seiner Niederlage ist das zwar nicht – doch es ist auch eine Abkehr von seinen sonstigen Behauptungen, die Wahl sei manipuliert worden und er habe gewonnen.

Trump: Impfstoff soll sehr sehr schnell zugelassen werden

Der von Pfizer und BioNTech entwickelte Corona-Impfstoff soll nach Worten des amtierenden Präsidenten Donald Trump in den USA "sehr, sehr schnell" zugelassen werden. Die jüngst von den Herstellern berichtete Wirksamkeit des Impfstoffs "übertrifft bei Weitem alle Erwartungen", sagte Trump am Freitag im Rosengarten des Weißen Hauses. Die US-Regierung habe sich vertraglich bereits die Lieferung von 100 Millionen Impfdosen gesichert und habe die Option, schnell Millionen weitere Dosen zu bekommen, sagte Trump.

US-Sender erklären Joe Biden zum Sieger der US-Wahl

Knapp zwei Stunden vor Trumps geplantem Auftritt im Rosengarten des Weißen Hauses hatten US-Medien Georgia und North Carolina, die zwei letzten Bundesstaaten bei der US-Wahl, für entschieden erklärt. Joe Biden sichert sich laut den Prognosen damit insgesamt 306 Wahlstimmen und wird damit am 20. Januar als nächster Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt.

Prognosen für alle US-Bundesstaaten auf unserer Karte

Donald Trump erkennt Wahlniederlage immer noch nicht offiziell an

Trump weigerte sich bislang, seine Niederlage einzuräumen, und stellte sich als Opfer massiven Wahlbetrugs dar. Trumps Anwälte haben Klagen in mehreren Bundesstaaten angestrengt, darin jedoch keine Belege für großangelegte Wahlfälschungen oder Fehler geliefert. Mehrere US-Behörden hatten am Donnerstag mitgeteilt, die Wahl am 3. November sei die sicherste in der amerikanischen Geschichte gewesen.