2018 M06 16 - 22:51 Uhr

Bayern demontiert Alba Berlin

Nach der Schluss-Sirene glich der Audi Dome einer Partyzone – und mittendrin Uli Hoeneß. Der Präsident des FC Bayern sprang freudestrahlend in die Höhe und bejubelte das erste Double seiner Basketballer in der Vereinsgeschichte. Vier Monate nach dem Pokalsieg triumphierten die Münchner auch beim spannenden Kampf um die deutsche Meisterschaft – und schafften damit, was den Fußballern zuvor nicht gelungen war.

Vierter Meistertitel für die Bayern-Basketballer

Im entscheidenden fünften Spiel des Play-off-Finales der Basketball-Bundesliga (BBL) behielten die überzeugenden Bayern die Nerven, setzten sich gegen Alba Berlin deutlich mit 106:85 (58:39) durch und sicherten sich den vierten Titel nach 1954, 1955 und 2014.

Zudem qualifizierten sich die Münchner für die EuroLeague. Alba, achtmaliger Meister, verpasste die erste Meisterschaft seit zehn Jahren.

"Es waren harte Play-offs, heute danken wir allen, die geholfe haben, vom Präsidenten bis zu den Fans", sagte Bayern-Trainer Dejan Radonjic bei Telekom Sport: "Respekt an Alba, sie haben eine hervorragende Saison gespielt und es uns sehr schwer gemacht."

Bester Werfer der Münchner, die nach der Hauptrunde den ersten Platz belegt hatten, war Nihad Djedovic (19). Für den Hauptrundenzweiten Alba konnte sich im ausverkauften Audi Dome vor 6.500 Zuschauern Spencer Butterfield (29) am besten in Szene setzen.

Bayerns Trainerwechsel geht auf

16.06.2018, Bayern, München: Basketball: Bundesliga, FC Bayern München - ALBA Berlin, Meisterschaftsrunde, Finale, 5. Spieltag im Audi Dome. Martin Winterkorn, ehemaliger Vorstandesvorsitzender von Volkswagen (l), und Uli Hoeneß, Vereinspräsident von
Fieberte beim Titelgewinn seiner Basketballer voll mit: FCB-Boss Uli Hoeneß.
© dpa, Matthias Balk, mbk

Auch im zehnten Anlauf setzte sich damit das Heimteam im entscheidenden fünften Duell durch. Die Bayern hatten in den Play-offs zuvor Frankfurt (3:2) und Bamberg (3:1) ausgeschaltet. Damit ging auch die Rechnung der Münchner auf, die Ende März ihren Trainer Sasa Djordjevic entlassen hatten. Als Nachfolger war Dejan Radonjic installiert worden, der dem Team um Kapitän Anton Gavel im Schlussspurt offenbar die gewünschten Impulse geben konnte.

Für beide Mannschaften wurde es nach einer langen Saison ein allerletzter Kraftakt. "Für so ein Spiel ist es völlig egal wie der körperliche Zustand ist. Jetzt kommt es nur noch auf den Kopf, Willen und die Freiwürfe an", sagte Gavel bereits vor dem Finale.

Münchner lassen nichts anbrennen - Hoeneß jubelt

Die Münchner beherrschten von Beginn an die Partie und lagen schon nach zehn Minuten mit 32:19 in Führung. Den Bayern war die große Anspannung kaum anzumerken, sie setzten einige spielerische Highlights und waren unter dem Korb deutlich überlegen. Alba wirkte dagegen nervös und ließ zu viele Möglichkeiten liegen.

Bis zur Halbzeit änderte sich an der Münchner Dominanz nichts - im Gegenteil: Die Bayern zogen noch weiter davon und gingen mit einem deutlichen 58:39 in die Kabine - zur Freude von Hoeneß, der immer wieder begeistert von seinem Sitz aufsprang.

Nach der Pause sah der Bayern-Präsident erst einmal eine Schwächephase seines Teams. Diese währte aber nur kurz. Nach dem dritten Viertel führte der FC Bayern mit 86:61. Diesen deutlichen Vorsprung ließ sich das Heimteam vor den begeisterten Fans nicht mehr nehmen.

Quelle: SID