Erster Wheelchair-Motocross-Contest in Hamburg: Rollstuhl-Skater räumen mit Vorurteilen auf

30. August 2018 - 20:12 Uhr

Extremsport im Rollstuhl? Na klar!

Sie rasen Halfpipes hinunter, schleifen an Kanten entlang und vollführen waghalsige Kunststücke. Beim Wheelchair-Motocross (WCMX) zeigen Rollstuhl-Skater, was in ihnen steckt. Dabei geht es neben Wettkämpfen und Spaß vor allem um eins: mit Vorurteilen aufzuräumen.

"Die meisten Barrieren entstehen nur im Kopf“

Rollstuhl und Extremsport – für viele Menschen sind das zwei absolut unvereinbare Dinge. Marcel Hoffmann kennt dieses Vorurteil nur zu gut: "Damals, als ich meinen Unfall hatte und in den Rollstuhl gekommen bin, konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, was ich jetzt überhaupt noch machen kann." Doch der Sport gab Marcel neue Kraft: "Durch WCMX habe ich Grenzen überwunden, die für mich unvorstellbar waren".

Und damit ist er nicht allein. Viele Rollstuhlfahrer finden in der rasanten Sportart ein neues Lebensgefühl. Dabei ist es ganz egal, ob man Profi oder Anfänger ist. Es geht um den Spaß und das Austesten seiner Grenzen. "Die meisten Barrieren entstehen nur im Kopf. Die sind körperlich gar nicht gegeben", sagt Marcel. Das stellten die Rollstuhl-Skater auch bei den ersten deutschen WCMX-Meisterschaften in Hamburg unter Beweis. Die großartige Stimmung und coolen Tricks sehen Sie im Video.