Erste Ergebnisse des Wahl-Navi: Sympathisanten aller Parteien halten Zuwanderung für DAS größte Problem

Die Grafik zeigt sehr deutlich, welches Problem die User für das größte in Deutschland halten - darunter Sympathisanten aller Parteien.
Die Grafik zeigt sehr deutlich, welches Problem die User für das größte in Deutschland halten - darunter Sympathisanten aller Parteien.

31. August 2017 - 19:13 Uhr

Thema Finanzen bereitet Usern am wenigsten Sorgen

Wer wissen will, bei welcher Partei er bei der Bundestagswahl zwei Kreuze machen soll, kann sich seit rund einer Woche bei uns durch das Wahl-Navi klicken. Fast eine Million Menschen haben schon mitgemacht - und aus den freiwillig gemachten Angaben, die aber streng anonym geblieben sind, haben wir repräsentative Daten ermittelt - zum Beispiel zu der Frage: was halten die Wählerinnen und Wähler für das größte Problem in Deutschland?

Wissen Sie schon, wo Ihre Stimme am besten aufgehoben ist?

Mit Abstand am meisten genannt wurde dabei die Zuwanderung. Und zwar nicht nur, wie vielleicht zu erwarten war, von Sympathisanten der AfD. Sondern auch von denen, die zu den anderen größeren Parteien tendieren, inklusive Linke und Grüne. Am zweithäufigsten wird der Bereich soziale Gerechtigkeit als Problem genannt. Am wenigsten Bedenken hatten die Teilnehmer im Bereich Finanzen.   

Wenn auch Sie das Wahl-Navi ausprobieren wollen, finden Sie das Tool hier. Vielleicht bietet der Fragebogen auch Ihnen eine kleine Entscheidungshilfe, wo Ihre Stimme in gut drei Wochen am besten aufgehoben ist.

Zuwanderung auch bei Politikern das große Thema

Die Zuwanderung ist zurzeit auch ein großes Thema der Politiker im Wahlkampf. So hält Bundesinnenminister Thomas de Maizière nichts davon, dass Flüchtlinge ihre Familien nach Deutschland holen. Der CDU-Mann will den Nachzug über 2018 hinaus aussetzen, wenn die Union die Bundestagswahl gewinnt. Das sagte de Maizière der 'Heilbronner Stimme'. Ausgesetzt wurde die Regelung bislang für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus, also vor allem für Syrer, bis März nächsten Jahres. Dadurch sollten die Kommunen entlastet werden. Wer einen vollen Schutzstatus hat, kann jetzt schon Ehepartner und Kinder zu sich holen.

Kritik gab es für die Pläne des Bundesinnenministers unter anderem von der Organisation Pro Asyl. Vor zwei Jahren habe die Kanzlerin den Satz "Wir schaffen das" formuliert. "Kurz darauf durfte der Bundesinnenminister einen Fallstrick nach dem anderen spannen, um die Integration zu erschweren", sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt. Grünen-Chef Cem Özdemir sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "De Maizière entlarvt sich als Integrationsverweigerer."

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Anfeindungen von rechts: Kanzlerin reagiert gelassen

De Maizières Chefin Merkel tourt derweil gelassen durch den Osten. Zu gut sind ihre Umfragewerte, auch wenn sich in den neuen Bundesländern der Zuspruch in Grenzen hält. Knapp 21 Prozent holte die AfD hier bei den Landtagswahlen 2016 und verwies die CDU auf den dritten Platz. Doch Merkel reagiert in Greifswald souverän auf die Anfeindungen von rechts, wie Sie im Video sehen können.  

Gabriel fällt Schulz in den Rücken

Und der Herausforderer der Kanzlerin, Martin Schulz? Der SPD-Kandidat tourt unermüdlich durch ganz Deutschland und beschwört bei jeder Gelegenheit seine zukünftige Kanzlerschaft.

Sein Freund, Außenminister Sigmar Gabriel, fiel ihm aber jetzt in den Rücken. Bei einer Veranstaltung des 'Spiegel' sagte er: "Eine große Koalition ist deshalb nicht sinnvoll, weil damit die SPD nicht den Kanzler stellen kann." Schulz reagiert angefasst und sieht Gabriel missverstanden.

Greift Merkel Zitat beim TV-Duell auf?

WAHLAVI Schulz Gabriel
Außenminister Gabriel (r.) fiel seinem Freund und SPD-Vorsitzenden Schulz mit einer Bemerkung in den Rücken.

Das Zitat Gabriels ist trotzdem in der Welt, ein gefundenes Fressen für die politischen Gegner. Auch für Kanzlerin Merkel – beim großen TV-Duell am kommenden Sonntag (ab 20.10 Uhr live bei RTL)?