Weder Stromzaun, noch Hecke oder ein Abhang können sie aufhalten

Erschrockene Stute "Jumpy" springt in Wassergraben - und steckt fest

Symbolbild
© dpa, Karl-Josef Hildenbrand, kjh dul

19. Oktober 2020 - 7:12 Uhr

Unfreiwilliges Bad im Wassergraben

Auf ihre alten Tage erschreckt sich Stute "Jumpy" noch einmal so richtig und verfällt in Panik. Auch ein Stromzaun und eine Hecke können das Pferd nicht vor einem beherzten Sprung in den Wassergraben bremsen. Doch das, was dann folgt, hat die "alte Dame" sicherlich auch nicht kommen sehen: Sie steckt fest! Die Feuerwehr Brunsbüttel muss anrücken und die Stute aus ihrer misslichen Lage befreien. Zuvor hat die SHZ berichtet.

Feuerwehr rückt mit 15 Einsatzkräften an

Ein lauter Knall, vermutlich durch eine Schreckschusspistole, lässt das ruhige Gemüt der betagten Stute vollkommen durchgehen. Erst angekommen in einem Fleet unterhalb eines vier Meter steilen Abhangs beruhigt sich das aufgebrachte Pferd ein wenig, um dann wieder vor dem nächsten Problem zu stehen. Denn alleine kann sich die Stute nicht befreien. Auch die Mitarbeiter des Brunsbütteler Hofs, auf dem das Pferd seinen Lebensabend verbringen darf, merken schnell: Hier wird professionelle Hilfe benötigt. Mit 15 Einsatzkräften rückt die ortseigene Feuerwehr an.


Mit Überlebensanzügen, Wathosen und Karotten

Mit Leine und Halfter sichern die Einsatzkräfte die Stute vorm Untergehen oder Abrutschen. Unterdessen sind einige Einsatzkräfte mit Überlebensanzügen und Wathosen mit ins Wasser gegangen, um dem Pferd gut zuzureden.Doch "Jumpy" weigert sich standhaft die Böschung hinaufzuklettern. Auch die verlockende Möhre, die ihr Besitzer ihr als Belohnung entgegenstreckt, kann die Stute nicht in Bewegung setzen.

Plan B: Ein Kran muss her

Es nützt nichts – den Einsatzkräften bleibt nichts anderes übrig, als ihren "Plan B" zu starten, um Jumpy zu befreien. Mit einem Kran wollen sie die Stute aus dem Wassergraben heben. Doch kaum ist das Kranfahrzeug in Position, wird dem Pferd wohl bewusst, was ihr blüht. Auf einen Flug am Ende eines Kranseils möchte sie wohl lieber verzichten und klettert freiwillig die Böschung hinauf. Nach einer Dusche und einem tierärztlichen Check kann sich Jumpy unverletzt im warmen Stall von ihrem unfreiwilligen Abenteuer erholen.