Erschreckender Selbsttest: So viele Daten können Apps von uns sammeln

14. April 2018 - 16:38 Uhr

Abhören unerwünscht – oder etwa nicht?

Wenn Fremde sich plötzlich zu Einem setzen und das Gespräch belauschen, fühlen wir uns schnell unwohl. Das musste RTL-Reporter Tobias Kolling am eigenen Leib erfahren. Auf der Straße wollte niemand, dass der RTL-Reporter bei privaten Gesprächen zuhört. Doch genau das erlauben wir Apps auf unserem Handy – oft ohne dass wir davon wissen.

Ein Ex-Hacker zeigt wie schnell Daten freigegeben werden

Wir treffen uns mit dem Ex-Hacker und Sicherheitsexperten Dierk-Bent Piening. Für unseren Test programmiert er eine App namens 'uSwipe'. Sie funktioniert ähnlich wie Tinder oder Instagram. Doch welche Daten kann die App über uns sammeln? Und kann sie die unbemerkt über das Internet übertragen? Unser Reporter macht den Test. Er läuft durch die Berliner Innenstadt und benutzt sein Handy dabei ganz normal: Fotos schießen, Telefonieren, SMS schreiben. Wie viele sensible Daten 'uSwipe' aber abgreifen kann, ist besorgniserregend.

Ungefragt übermittelt die App alle paar Sekunden den Standort unseres Testers. Die gelaufene Strecke kann so ganz genau rekonstruiert werden. Auch die gewählten Telefonnummern liegen unserem Ex-Hacker vor.

Was für unseren Test im Labor entwickelt wurde, ist als offizielle App natürlich nicht erlaubt. Trotzdem zeigt es, was möglich wäre. Eine gesunde Skepsis gegenüber Apps und deren Datenzugriff ist also durchaus angebracht.

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