27. September 2018 - 11:32 Uhr

Eine Woche nach dem tödlichen Unglück

Im Hambacher Forst ist eine Umweltaktivistin von einer Leiter gestürzt und schwer verletzt worden.

Die Demonstrantin stürzte im Baumhausdorf „Miketown“ sechs Meter in die Tiefe

Die Frau war von einem Baumhaus auf die Leiter getreten, um Kranarbeiten im Zusammenhang mit den Räumungen im Wald zu beobachten. Dabei stürzte sie aus etwa sechs Metern Höhe ab. Notärzte kümmerten sich direkt um die Frau. Über die Schwere ihrer Verletzungen ist noch nichts bekannt.

Die Feuerwehr Kerpen erklärte, die Demonstrantin sei im Baumhausdorf "Miketown" aus ungewisser Höhe gefallen und verletzt worden. Sie sei nach medizinischer Versorgung vor Ort in ein Krankenhaus gebracht worden.

Aktivisten wollen die Rodung des Waldes verhindern

Umweltschützer protestieren im Hambacher Forst dagegen, dass der Energiekonzern RWE weite Teile des Waldes rodet und die Braunkohleförderung fortsetzen will. Die Polizei hat dort inzwischen 64 Baumhäuser abgerissen und für Donnerstag weitere Räumungen angekündigt. Ein Sprecher der Polizei sagte, bisher seien 115 Aktivisten vorläufig festgenommen worden.

Blogger stürzte 15 Meter in die Tiefe

Bei den Protesten war in der vergangenen Woche ein 27-jähriger Journalist von einer mindestens 15 Meter hohen Hängebrücke gestürzt und gestorben. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte die Räumung des Waldgebiets am Tagebau Hambach daraufhin vorübergehend gestoppt, dann aber wieder fortgesetzt.


Quelle: DPA / RTL.de