Erneut Vogelgrippe bei Huhn nachgewiesen

Im Geflügelgehege im Stadtpark von Anklam wurde der Virus bei einem toten Huhn nachgewiesen.
Im Geflügelgehege im Stadtpark von Anklam wurde der Virus bei einem toten Huhn nachgewiesen.
© dpa, Stefan Sauer

22. Januar 2015 - 14:59 Uhr

50 weitere Geflügel in Tiergehege getötet

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es einen weiteren Vogelgrippe-Fall mit dem hochansteckenden Erreger H5N8. "Das Virus wurde bei einem toten Huhn in einem Tiergehege im Anklamer Stadtpark nachgewiesen", erklärte der Amtstierarzt des Kreises Vorpommern-Greifswald, Holger Vogel. Am Vormittag wurden alle Enten, Hühner und Gänse des Geflügelbestandes mit 50 Tieren getötet. "Als Ursache vermuten wir eine Übertragung durch Wildvögel", sagte Vogel. Auch das Agrarministerium hält dies für wahrscheinlich.

Die Tiere gehörten zum Heimattiergarten im Stadtpark, der von einem kirchlichen Trägerverein im Auftrag der Stadt Anklam betreut wird. Das berichtete ein Sprecher der Stadt. Der Fall hat Auswirkungen auf ganz Mecklenburg-Vorpommern. So müssen Geflügelhalter ihre Tiere in Risikogebieten weiter in den Ställen lassen. Nach dem erneuten Auftreten des H5N8-Erregers könne das derzeit geltende Aufstallgebot noch nicht wieder aufgehoben werden, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) mit. Als Risikogebiete gelten Regionen, in denen besonders viele Zugvögel rasten. Experten gehen davon aus, dass Wildvögel das Virus übertragen.