Erneut russischer Journalist in der Ostukraine getötet

30. Juni 2014 - 18:00 Uhr

Im ukrainischen Konfliktgebiet Donezk ist erneut ein russischer Journalist getötet worden. Behörden in Moskau warfen den ukrainischen Regierungstruppen vor, den Mitarbeiter des Staatsfernsehsenders Perwy Kanal (Erster Kanal) bei der Arbeit in der Ostukraine ermordet zu haben.

Das Außenministerium in Moskau forderte Kiew auf, das Verbrechen aufzuklären und die Schuldigen zu bestrafen. In der Region waren bereits mehrere Journalisten getötet worden. "Der Tod des russischen Journalisten zeigt noch einmal überzeugend, dass die Sicherheitsstrukturen in der Ukraine keine Deeskalation des bewaffneten Konflikts wünschen", hieß es in einer Mitteilung. Die ohnehin brüchige Waffenruhe sei damit erneut verletzt worden, kritisierte das Außenministerium. Die von dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko ausgerufene Feuerpause endet am Montagabend. Russland hat eine nochmalige Verlängerung gefordert.