Polizei führt den griechischen Bauer ab

Kreta-Killer (27) gesteht Mord an Dresdner Professorin Suzanne Eaton

18. Juli 2019 - 11:14 Uhr

27-jähriger Grieche gesteht den Mord an der Wissenschaftlerin

Ein 27-jähriger Mann von der Insel Kreta hat den Mord an der Dresdner Wissenschaftlerin Susanne Eaton gestanden. Dies teilte die Polizei der westkretischen Hafenstadt Chania am Dienstag mit. Auf Fotos ist zu sehen, die der Einheimische von der Polizei abgeführt wird. Wie "Bild.de" in Berufung auf die Polizei berichtet, wurde die Wissenschaftlerin von ihrem Täter vergewaltigt. Das Verbrechen habe ihn offenbar sexuell "erregt".

Mord geschah vor einer Woche

Plain-clothes police officers escort the suspect (C) for the murder of American biologist Suzanne Eaton to the prosecutor in Chania, on the island of Crete, Greece, July 16, 2019. REUTERS/Makis Kartsonakis NO RESALES. NO ARCHIVES.
Hier wird der Kreta-Killer von der Polizei abgeführt.
© REUTERS, STRINGER, AK

Die Leiche der gebürtigen US-Amerikanerin wurde vergangenen Montag gefunden. Eaton stammte aus Oakland im Bundesstaat Kalifornien. In Dresden arbeitete Eaton im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik.

"Er hat gestanden und wird am Dienstagnachmittag der Justiz vorgeführt", erklärte ein Polizeisprecher bei einer Pressekonferenz auf Kreta. Laut RTL-Informationen ist der Täter verheiratet, hat zwei Kinder und stammt aus dem Ort Maleme. Er hätte gestanden, dass er Susanne ausgesucht hat, weil er Sex wollte. Der Täter sei im Ort als seltsam und verschroben bekannt. Gleichzeitig wurde er als freundlich eingeschätzt, niemand dort hätte ihm die Tat zugetraut.

Die Polizei hat ihn durch die Aufzeichnungen der Verkehrskameras identifizieren können.

Eaton hat auf Kreta geforscht

HANDOUT - 10.07.2019, ---: Das von Familie Eaton zur Verfügung gestellte undatierte Foto zeigt die US-amerikanische Wissenschaftlerin Suzanne Eaton. Der Mord an der Dresdner Wissenschaftlerin Eaton ist nach Erkenntnissen der Polizei aufgeklärt: Ein 2
Polizei: Eaton habe ihr Hotelzimmer in Laufschuhen verlassen, ohne Handy oder persönliche Gegenstände.
© dpa, Eaton Family, TS

Suzanne Eaton hatte an einem Expertentreffen in der kleinen Hafenstadt Kolymbari teilgenommen und war am 4. Juli zu einer Wanderung aufgebrochen, von der sie nicht mehr zurückkehrte. Sprecherin der Polizei Eleni Papathanasiou sagte laut "Bild", Eaton habe ihr Hotelzimmer in Laufschuhen verlassen, ohne Handy oder persönliche Gegenstände. Als man sie tot in einer Höhle nahe der Ortschaft Maleme fand, habe sie Verletzungen am Körper, im Gesicht und an den Armen gehabt.