BBC-Interview von 1995 machte Schlagzeilen

Ermittlungen zu Prinzessin Dianas Skandal-Interview wurden abgelehnt

Das BBC-Interview von Prinzessin Diana schrieb Geschichte.
Das BBC-Interview von Prinzessin Diana schrieb Geschichte.
© imago images/ZUMA Press, SpotOn

05. März 2021 - 7:04 Uhr

Journalist Martin Bashir muss keine strafrechtlichen Konsequenzen fürchten

Zum 1995 ausgestrahlten Interview von Prinzessin Diana (1961-1997) mit Martin Bashir (58) wird es keine Ermittlungen geben. Der britische Sender BBC hatte eine Untersuchung angekündigt, nachdem Spekulationen laut geworden waren, dass Martin Bashir Lady Di mit gefälschten Dokumenten zu ihrem umstrittenen TV-Auftritt bewegt und sie unter Druck gesetzt hatte. Der Journalist muss nun keine strafrechtliche Anklage fürchten.

Wurde Diana unter Druck gesetzt und getäuscht?

Das gab der Metropolitan Police Service am Donnerstag in einem Statement bekannt, aus dem unter anderem "The Telegraph" zitiert. Demnach seien die Beamten nach monatelanger Untersuchung und detaillierter Beurteilung zu dem Entschluss gekommen, dass es "nicht angemessen" sei, eine strafrechtliche Untersuchung gegen Bashir einzuleiten.

Prinzessin Dianas Bruder, Earl Charles Spencer (56), hatte im vergangenen Herbst die Aufarbeitung der Hintergründe zu dem Interview gefordert.. Seinen Aussagen zufolge habe ihm Martin Bashir im Jahr 1995 gefälschte Kontoauszüge vorgelegt, um ihn dazu zu bewegen, seine berühmte Schwester von dem Interview zu überzeugen. Man habe sie mit unlauteren Methoden zu dem Gespräch vor laufender Kamera gedrängt, argumentierte Earl Charles Spencer. Auch Dianas Sohn Prinz William hatte sich zu Wort gemeldet und die angekündigten Untersuchungen als "Schritt in die richtige Richtung" begrüßt.

In dem Fernsehinterview hatte Prinzessin Diana unter anderem über ihre gescheiterte Ehe mit Prinz Charles (72) gesprochen. Es fiel der heute legendäre Satz: "Wir waren zu dritt in dieser Ehe", womit sie Charles' Affäremit seiner jetzigen Ehefrau, Herzogin Camilla (73), anspielte. Auch gab sie im Laufe des Gesprächs ihre Affäre mit James Hewitt (62) zu.

Im Video: Hinter den Palast-Türen war ganz schön was los

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