Ermittlungen zu gefälschten Impfausweisen: über 100 Fälle

Der Schriftzug "Polizei" an einem Polizeirevier. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild
Der Schriftzug "Polizei" an einem Polizeirevier. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild
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29. November 2021 - 15:39 Uhr

Potsdam (dpa/bb) - In Brandenburg sind nach Angaben der Polizei in 106 Fällen Ermittlungen in Zusammenhang mit gefälschten Impfausweisen eingeleitet worden (Stand vergangener Donnerstag). Bislang seien in diesem Jahr derartige Sachverhalte im unteren dreistelligen Bereich polizeilich bekannt geworden, sagte Torsten Herbst, Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, auf Anfrage. Am Wochenende kamen noch einige weitere Fälle hinzu.

Dabei gehe es unter anderem um den Verdacht der Urkundenfälschung beziehungsweise des Ausstellens unrichtiger oder gefälschter Gesundheitszeugnisse. Die meisten Fälle wurden im September (33), Oktober (30) und November (17) registriert. Die Zahlen könnten sich aber noch verändern durch später erfasste Strafanzeigen.

Bereits Anfang Oktober hat sich nach Angaben von Herbst das Polizeipräsidium an die Landesapothekerkammer gewandt. Dabei sei über dieses Kriminalitätsphänomen unterrichtet worden, sagte er. Die Apotheken im Land seien sensibilisiert worden, umgehend die Polizei zu verständigen. "Und das scheint aus Sicht der Polizei auch gut zu funktionieren", sagte Herbst. Die überwiegende Mehrheit der gemeldeten Fälle sei durch aufmerksames Prüfen der Apothekerinnen und Apotheker entdeckt worden.

Wer sich mit einem gefälschten Impfpass einen digitalen Impfnachweis verschaffe, müsse damit rechnen, dass das entdeckt und konsequent verfolgt werde, sagte er.

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Quelle: DPA