Ermittler wollen Strauss-Kahn vor Gericht sehen

12. Februar 2016 - 19:00 Uhr

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn soll wegen seiner Affäre um illegale Sex-Partys mit Prostituierten der Prozess gemacht werden. Die zuständigen Untersuchungsrichter lehnten nach Justizangaben eine Einstellung des Anklageverfahrens wegen bandenmäßiger Zuhälterei ab und reichten den Fall ans Gericht weiter. Die Staatsanwaltschaft hatte sich jüngst für ein Ende der Ermittlungen gegen den 64-Jährigen ausgesprochen.

Strauss-Kahn wird verdächtigt, bis ins Jahr 2011 an der Organisation von illegalen Sex-Partys beteiligt gewesen zu sein. Der frühere Direktor des Internationalen Währungsfonds hat die Teilnahme an freizügigen Treffen in Städten wie Paris, Washington und Lille eingeräumt. Er will allerdings nichts davon gewusst haben, dass die beteiligten Frauen bezahlt wurden. Neben Strauss-Kahn sind in der nach einem Luxushotel benannten «Carlton»-Affäre etliche weitere Personen im Visier der Ermittler. Die Untersuchungsrichter sprachen sich nun dafür aus, insgesamt 13 von ihnen den Prozess zu machen.