Vier Festnahmen in Bergisch Gladbach, Wiesbaden und am Niederrhein

Väter missbrauchten eigene Kinder - 3 Terabyte Videos und Bilder sichergestellt

Pressekonferenz zu  schwerem sexuellen Missbrauch und Kinderpornographie durch vier Väter in Köln
Pressekonferenz zu schwerem sexuellen Missbrauch und Kinderpornographie durch vier Väter in Köln
© RTL

31. Oktober 2019 - 15:08 Uhr

Staatsanwaltschaft und Polizei Köln geben Ermittlungsstand bekannt

Polizei und Staatsanwaltschaft Köln haben am Donnerstagmittag Details zum Missbrauchs- und Kinderpornographie-Fall veröffentlicht. Die Ermittler in Bergisch Gladbach bei Köln fanden demnach bei einer Wohnungsdurchsuchung am 21. Oktober drei Terabyte kinderpornographisches Material. Die Polizei nahm nach ersten Ermittlungen drei weitere Männer in Langenfeld, Wesel und Wiesbaden fest. Die Beschuldigten sollen ihre Kinder und Stiefkinder sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. Wie der Leiter der Kriminaldirektion Köln Klaus-Stephan Becker sagte, seien bisher sechs Opfer zwischen unter einem Jahr und zehn Jahren alt identifiziert.

Tausende Bilder und Videos

"Sie sehen mich fassungslos und bestürzt in Anbetracht der schrecklichen Taten der Beschuldigten", sagte der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob. Sein Mitgefühl gelte den Opfern und Angehörigen. "Wir haben keine Hinweise darauf, dass die Ehefrau von den Taten ihres Ehemannes Kenntnis gehabt haben könnte. Das ist der aktuelle Stand, es ist noch nicht alles ausgewertet", sagte Becker.

Die weiteren drei Festnahmen beruhten auf den Ermittlungen in Bergisch Gladbach. Der dortige Tatverdächtige kommunizierte den Angaben zufolge in Chats mindestens mit den anderen drei Tatverdächtigen.

Einer der Männer ist nach RTL-Informationen Bundeswehr-Soldat. Er wurde in einer Kaserne bei Wesel festgenommen. Die Täter seien über die Whatsapp-Kommunikation untereinander ermittelt worden, hieß es auf der Pressekonferenz. Es sei noch zu früh, um sagen zu können, ob es ein größerer Kinderporno-Ring sei, zu dem die vier Täter gehören. Drei Männer sitzen in U-Haft, der vierte soll noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden.