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Erkältungsmittel im Test bei Stiftung Warentest: Das hilft gut und günstig gegen Fieber, Husten, und Co.

Wen die Erkältung einmal erwischt hat, der muss sich in Geduld üben.
Wen die Erkältung einmal erwischt hat, der muss sich in Geduld üben. © dpa, Maurizio Gambarini, gam tba dna fux wok lof

Stiftung Warentest hat Erkältungsmittel untersucht

Fieber, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen: So eine ausgewachsene Erkältung kann uns so richtig umhauen. Da ist guter Rat teuer – oder eben nicht. Stiftung Warentest hat sich nämlich angeschaut, welche Erkältungsmittel am effektivsten wirken und dafür das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. Sie haben Präparate gegen Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Fieber getestet.

Die besten Mittel gegen Halsschmerzen

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Bei Halsschmerzen sind Lutschtabletten optimal.

Um Halsschmerzen entgegenzuwirken, sind Bonbons zum Lutschen optimal. Denn: Die fördern den Speichelfluss und Speichel braucht es, um die Mund- und Rachenschleimhaut feucht zu halten. Stiftung Warentest empfiehlt 'Emser Salz-Pastillen zuckerfrei' (3,95 Euro). Um den Hals zu betäuben, eignen sich Lutschtabletten mit den Wirkstoffen Ambroxol und Lidokain, wie zum Beispiel 'Mucoangin Lutschtabletten' (7,97 Euro) oder Trachilid (6,90 Euro).

Was gegen Husten hilft

Auch Husten ist ein fieser Begleiter der Erkältung. Reizhusten wird man den Stiftung Warentest-Ergebnissen zufolge gut und günstig mit Hustenstillern wie 'ratiopharm Dextromethorphan' (Zehn Pastillen 4,75 Euro) oder 'Wick Hustenpastillen mit Honig' (Zwölf Pastillen 6,97 Euro) los. Der darin enthaltene Wirkstoff Dextromethorphan ist hustenreizstillend. Sein natürliches Pendant ist Spitzwegerichextrakt, der ist beispielsweise im 'Tetesept Hustensaft alkohol- und zuckerfrei' (6,96 Euro) enthalten.

Optimalerweise sollten Sie Hustenstiller abends einnehmen, während Hustenlöser sich für morgens eignen. Darunter fallen Medikamente mit den Wirkstoffen Azetylzystein und Ambroxol-hydrochlorid, die fürs Abhusten sorgen. Stiftung Warentest empfiehlt die Präparate 'Nac 200 akut 1A Pharma' (3,82 Euro) sowie 'Ambroxol 30 Tab 1A Pharma' (2,55 Euro). Wer lieber zu pflanzlichen Mitteln greifen möchte, dem sei 'Bronchofit Efeu-Hustensaft' (6,15 Euro pro 100 Milliliter) oder 'Thymiverlan Lösung (Enthält 19 % Alkohol, für 7,15 Euro)' ans Herz gelegt.

Das beste Mittel, um Fieber in den Griff zu bekommen

Ibuprofen und Paracetamol sind bei Fieber geeignet und lindern Schmerzen. Wichtig ist, die Dosierempfehlung zu beachten. 'Ibutop 400 mg' und 'Ibu 400 akut 1A Pharma' (10 Filmtabletten) beispielsweise sind für 2,50 Euro zu haben. Zehn Tabletten 'Paracetamol 500 1A Pharma' und 'Paracetamol AbZ 500 mg' gibt es sogar schon für 0,94 Euro. Für Kinder eignet sich Ibuprofen in Saftform besser. 100 Milliliter 'Ibuflam Kindersaft' und 'Paracetamol AL Saft' sind schon für 3,08 Euro bzw. 3,12 Euro in der Apotheke erhältlich.

Das hilft gegen Schnupfen

ILLUSTRATION - Eine Frau leidet am 18.03.2015 in Berlin an einer Erkaeltung. Foto: Monique Wuestenhagen
Achtung bei Nasenspray: Ärzte empfehlen, es nicht länger als sieben Tage zu nehmen. © picture alliance / dpa Themendie, Monique Wuestenhagen

Um die Nasenschleimhäute abschwellen zu lassen, sollten Sie zu Präparaten mit den Wirkstoffen Xylometazolin und Oxymetazolin greifen. Die sind zum Beispiel im 'Nasenspray sine AL 1 mg/ml' (3,86 Euro), 'Imidin oK 0,1 %' (3,95 Euro) oder in 'Nasivin o.Kons.Dosierspray' (6,47 Euro). Auch Salzlösungen wie 'Abtei Meersalzspray standard' (3,69 Euro) eignen sich gut, um die Nasenschleimhäute zu befeuchten. Wenn die zusätzlich Dexpanthenol enthalten, wie 'Imidin sanft Nasen Pflegespray' (4,45 Euro), pflegen sie sogar zusätzlich. Aber Achtung: Nasensprays sollten sie maximal fünf bis sieben Tage anwenden.

Auf Multifunktionsmedikamente besser verzichten

Genereller Tipp: Bekämpfen Sie jedes Symptom einzeln, statt auf Multifunktionspräparate zu vertrauen. Stiftung Warentest kommt zu dem Ergebnis, dass die nicht sinnvoller sind, weil Symptome eben oft auch nacheinander auftreten. Noch dazu können wegen der kombinierten Wirkungsstoffe demnach häufiger Nebenwirkungen auftreten.

Der Übeltäter der Grippe ist in den meisten Fällen ein Virus. Und davon gibt es ganz schön viele – rund 200 Unterarten können uns das Leben schwer machen. Kein Medikament kann den vertreiben. Außer unser Immunsystem. Grippepräparate behandeln daher die Symptome, nicht die Grippe selbst.  Fieber ist beispielsweise eine Reaktion des Körpers, um die Krankheitserreger zu bekämpfen. Ab 38 Grad Körpertemperatur spricht man von Fieber. Gefährlich wird es ab einer Temperatur von 42 Grad. Dann oder wenn sich das Fieber über drei Tage trotz Medikamenten hält, sollten Sie zum Arzt gehen.

Aber vergessen Sie nicht: Eine Erkältung loszuwerden, braucht Zeit. Nicht umsonst besagt eine gängige Volksweisheit, dass eine Erkältung drei Tage kommt, drei Tage bleibt und drei Tage geht. In der Regel dauert das Abklingen sieben bis zehn Tage – bei Kindern sogar noch länger.

Alle Testergebnisse der Erkältungsmittel von Stiftung Warentest können Sie sich hier ansehen.

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