Ergo-Versicherung mit neuem Moralkodex

12. Februar 2016 - 12:50 Uhr

Deutschlands zweitgrößter Versicherer Ergo hat mit einem neuen Regelkatalog auf Skandale um eine Sex-Party und falsche Beratungen reagiert. "Es sind in der Vergangenheit Fehler passiert", räumte Ergo-Chef Torsten Oletzky ein. Das Vertrauen der Verbraucher lasse sich nur wieder herstellen, wenn man "offen über alles spricht".

Das Versicherungsunternehmen verabschiedete nun unter anderem einen Verhaltenskodex für selbstständige Vertreter und Maßnahmen, die eine bessere Beratung der Kunden sicherstellen sollen.

Ergo kam zuletzt von mehreren Seiten unter Druck: Handelsvertreter der Hamburg-Mannheimer hatten 2007 in Budapest eine Sex-Party gefeiert. Zudem hat der Versicherer seinen Kunden bei Riester-Verträgen zu hohe Kosten berechnet und deshalb jahrelang falsch bilanziert.