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Erdrutsche und Überschwemmungen in Kolumbien

Erdrutsche und Überschwemmungen in Kolumbien

Die heftigsten Regenfälle der vergangenen 40 Jahre haben in Kolumbien Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht.

Im Departement Valle del Cauca im Südwesten des Landes seien etwa 3.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Hochwasser in dem Fluss Nima hatte dort eine Brücke in der Nähe der Ortschaft Palmira fortgerissen und Straßen unter Wasser gesetzt, berichtete die Zeitung 'El Pais'. Bereits am Vortag hatte ein Erdrutsch in einem der südlichen Stadtteile der Hauptstadt Bogotá 30 Häuser beschädigt. Weitere 400 Wohnungen mussten wegen der Gefahr von Schlammlawinen geräumt werden.

Kolumbien leidet seit Monaten unter ungewöhnlich heftigen Niederschlägen. Sie sind Folge des Wetterphänomens "La Niña" ("Das Mädchen"), das alle paar Jahre auftritt. Vor der Pazifikküste Südamerikas strömt dabei kaltes Wasser aus der Tiefe nach oben. Dies führt in einigen Bereichen des Subkontinents zu Dürren, in anderen zu überdurchschnittlich hohen Niederschlägen. Die heftigen Niederschläge werden nach Angaben von Meteorologen noch bis Anfang kommenden Jahres andauern.