Er wird wohl im Gefängnis sterben: 101-jähriger Kinderschänder zu 13 Jahren Haft verurteilt

Erst nach 40 Jahren gingen zwei Missbrauchsopfer zur Polizei und brachten ihren Peiniger vor Gericht (Symbolbild).
Erst nach 40 Jahren gingen zwei Missbrauchsopfer zur Polizei und brachten ihren Peiniger vor Gericht (Symbolbild).
© dpa, Karl-Josef Hildenbrand

21. Dezember 2016 - 12:21 Uhr

Erst eine Anzeige brachte alles ans Licht

Ein 101 Jahre alter Brite muss ins Gefängnis und wird dort höchstwahrscheinlich auch sterben. Der Mann hat zwischen 1974 und 1983 zwei Mädchen und einen Jungen sexuell missbraucht. Ein Gericht verurteilte ihn zu 13 Jahren Haft. Die alten Taten kamen erst vor einem Jahr ans Licht, als zwei der Opfer Anzeige gegen den ehemaligen Lastwagenfahrer erstatteten.

Späte Genugtuung für die Opfer

Der Greis, der als einer der ältesten Angeklagten der Britischen Rechtsgeschichte gilt, zeigte sich sehr gebrechlich. Der Mann gestand zwar, dass die Taten in einer Werkstatt auf seinem Grundstück geschahen und dass er immer eine Reihe von Kindern um die Garage herumgehabt habe, weil er ihre Fahrräder repariert habe. "Dennoch haben Sie keinerlei Reue gezeigt", warf ihm der Vorsitzende Richter vor.

Das bestätigen auch Aussagen des Täters gegenüber der BBC. Die Taten seien "etwas, das passiert ist", so seine verharmlosenden Worte. Wohl auch deshalb fällt das Strafmaß so hoch aus.

Es wäre äußerst erstaunlich, wenn er seine Freilassung noch erleben würde, sagte der Richter weiter.Trotzdem nahm der bald 102 Jahre alte Mann das Urteil regungslos auf. Dagegen brachen die Opfer in Tränen aus und umarmten sich. Sie erfahren nach rund 40 Jahren Genugtuung.