9. Januar 2019 - 9:12 Uhr

Polizei fasst mutmaßlichen Tierquäler

Er soll seine Hündin einfach von einer Brücke geworfen haben: Die Polizei in Mülheim an der Ruhr hat einen mutmaßlichen Tierquäler festgenommen. Der Mann wurde kurz nach Weihnachten von zwei Zeuginnen dabei beobachtet, wie er mit seiner Hündin spazieren ging - und das Tier dann einfach von der Schlossbrücke in den Fluss warf.

Zeuginnen versuchten noch, das Tier zu retten

Die beiden Frauen, die das Ganze beobachtet hatten, versuchten noch, den Hund zu retten. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte das Tier allerdings nur noch leblos aus dem Wasser ziehen. Die kleine Hündin war laut Polizei bereits über zehn Jahre alt und litt möglicherweise an einer Fellkrankheit. Kurz nach der Tat startete die Polizei eine Fahndung, um den herzlosen Mann zu fassen. Der Vorfall sorgte vor allem in den sozialen Medien für Entsetzen.

Täter war in den sozialen Netzwerken übel beschimpft worden

Doch die zahlreichen Hinweise aus der Bevölkerung führten jetzt schließlich zum Erfolg: Ein 58-jähriger Mülheimer wurde gefasst. Die Polizei bedankte sich in einer Mitteilung bei allen, die bei der der "emotionalen Fahndung" geholfen hatten. Wegen der großen Resonanz und Anteilnahme in den sozialen Medien will die Polizei allerdings keine weiteren Details zum Täter veröffentlichen. Auf Facebook waren von einigen Nutzern üble Beschimpfungen und Drohungen gegen den Täter verfasst worden.

Rund um Weihnachten wurden mehrere Fälle von schlimmer Tierquälerei bekannt: Ein Mann setzte seinen Hund einfach an einer Straße aus, in Homburg wurde außerdem ein Husky-Welpe im Müll gefunden, der kurz darauf starb.