Nach Selbstmord von Jeffrey Epstein

Epstein-Ex Gishlaine Maxwell: Wird sie im Gefängnis alle 15 Minuten geweckt?

Epstein-Ex Gishlaine Maxwell: Wird sie im Gefängnis alle 15 Minuten geweckt?
Epstein-Ex Gishlaine Maxwell: Wird sie im Gefängnis alle 15 Minuten geweckt?
© AP, John Minchillo, JM

25. November 2020 - 11:32 Uhr

Strenge Überwachung von Ghislaine Maxwell im Gefängnis

Alle 15 Minuten geweckt werden, um zu schauen, ob sie noch atmet – mit diesen Methoden soll Ghislaine Maxwell, die Ex des Sexualverbrechers Jeffrey Epstein, im Gefängnis kontrolliert werden. Das wirft zumindest ihre Anwältin den Behörden in New York vor. Ihre Mandantin werde strenger überwacht als Gefangene, die wegen Terror oder Mord säßen, so die Anwältin laut der Nachrichtenagentur "AP".

Anwältin spricht von unzumutbaren Haftbedingungen

Die Anwältin hat wegen der Haftbedingungen eine Beschwerde beim zuständigen Richter eingereicht. Alle 15 Minuten werde Maxwell mit einer Taschenlampe ins Gesicht geleuchtet und geweckt. Und das obwohl Maxwell derzeit in 14-tägiger Corona-Quarantäne sei und eigentlich keinerlei Kontakt haben dürfe. Zusätzlich dazu werde sie 24 Stunden lang von einer Kamera überwacht und sei in Einzelhaft. Schlafentzug gilt als Foltermethode – Maxwells Anwältin wirft den Behörden deshalb unzumutbare Haftbedingungen vor. Das Gefängnis wollte sich bislang nicht zu den Vorwürfen äußern.

Maxwell soll Epstein Minderjährige zum Sex vermittelt haben

Maxwell war Anfang Juli im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen worden. Ihr werden sechs Anklagepunkte vorgeworfen, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid. Auf die Anklagepunkte, die sich auf die Jahre 1994 bis 1997 beziehen, stehen jeweils Höchststrafen von fünf bis zehn Jahren Gefängnis. Maxwell hatte Mitte Juli vor Gericht eine Beihilfe jedoch bestritten und auf "nicht schuldig" plädiert.

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Jeffrey Epstein beging 2019 Selbstmord

Ihr Ex-Partner Jeffrey Epstein soll Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. 2008 war er in dieser Sache einem Bundesverfahren entgangen, indem er eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft einging. Epstein bekannte sich damals teilweise schuldig und bekam eine milde Haftstrafe. 2019 wurde er in New York erneut angeklagt und nahm sich kurz danach in einer Gefängniszelle das Leben.

Hilfe bei Suizidgedanken

Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de.

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