Palast-Insider: Er ist "nervös"

Epstein-Affäre: Prinz Andrew sagt Golftrip nach Spanien ab

Nach einem entspannten Golfurlaub scheint Prinz Andrew der Kopf aktuell nicht zu stehen.
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06. Juli 2020 - 11:42 Uhr

Prinz Andrew will England nicht verlassen

Nach einem entspannten Golfurlaub scheint Prinz Andrew (60) der Kopf aktuell offenbar nicht zu stehen. Der Herzog von York soll seinen alljährlichen Golftrip nach Spanien kurzfristig abgesagt haben. Dies berichtet die englische Zeitung "The Sun" und zitiert einen Palast-Insider: Der Prinz "sei nervös", Großbritannien aktuell zu verlassen. Im Zuge der Festnahme von Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell drängen US-Ermittler nämlich erneut auf eine Zeugenaussage des Prinzen hin.

Festnahme von Ghislaine Maxwell als Auslöser?

Mit der Festnahme Ghislaine Maxwell, der früheren Partnerin des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, häufen sich auch die Schlagzeilen um eine mögliche Verwicklung von Prinz Andrew in den Missbrauchs-Skandal. Erst gerade tauchte ein brisantes Foto auf, das die Epstein-Komplizin bei einem Besuch im Buckingham Palast im Jahre 2002 zeigt. Der 58-Jährigen wird vorgeworfen, dem US-Multimillionär Epstein beim Missbrauch teils minderjähriger Mädchen geholfen und manchmal sogar selbst daran teilgenommen zu haben. Maxwell soll Epstein und Andrew miteinander bekannt gemacht. Der 60-Jährige gerät damit immer mehr unter Druck.

Angeblich soll sich Andrew in Zusammenarbeit mit den US-Behörden bislang wenig kooperativ gezeigt haben. Neben einer möglichen Aussage als Zeuge im Epstein-Skandal lastet auf dem Royal weiterhin auch die Anschuldigung, selbst an einem Missbrauch beteiligt gewesen zu sein. Eines der Epstein-Opfer, Virginia Giuffre, wirft dem Prinzen vor, er selbst habe sie als Minderjährige missbraucht. Andrew weist diesen Vorwurf aber vehement zurück.