Entwarnung in Nordhausen: Verdachtsfall in Ilmenau

Eine Person zählt Atemschutzmasken. Foto: Ding Ting/XinHua/dpa
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03. Februar 2020 - 19:10 Uhr

In Thüringen gibt es aktuell noch einen Verdachtsfall auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Die betreffende Person befinde sich in der Ilm-Kreis-Klinik in Ilmenau in Quarantäne, teilte das Landratsamt am Montag in Arnstadt mit. Ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt, dazu wurden keine Angaben gemacht.

Bei zwei chinesischen Studienbewerbern, die in Nordhausen mit Erkältungssymptomen vorsorglich ins Südharz Klinikum eingewiesen worden waren, gab das dortige Landratsamt am Montagabend Entwarnung. Der Verdacht einer Infektion habe sich nicht bestätigt. Das Ergebnis der Laboruntersuchung fiel negativ aus, wie das Landratsamt mitteilte. Die beiden Chinesen, die seit Samstag im Südharz Klinikum Nordhausen in Quarantäne waren, hätten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Sie wollten an einem Auswahltest im Nordhäuser Studienkolleg teilnehmen.

In dem am Montag gemeldeten Verdachtsfall im Ilm-Kreis seien nicht alle Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) erfüllt. Dennoch werde die Person isoliert behandelt, hieß es aus dem Landratsamt. Nach den Kriterien des RKI sind eine Erkrankung plus Aufenthalt in einem Risikogebiet oder ein Kontakt zu nachweislich Erkrankten Anlass für einen begründeten Verdacht. Die notwendigen Proben für den Nachweis des Virus seien an das zuständige Labor der Berliner Charité geschickt worden. Das Ergebnis werde in den nächsten Tagen erwartet.

Es ist der bislang sechste Verdachtsfall in Thüringen. Neben den beiden nicht bestätigten Fällen in Nordhausen gab es zuvor bereits bei drei Menschen in Erfurt und Apolda einen Verdacht auf die Lungenkrankheit. Auch hier hatte sich der Verdacht nicht bestätigt.

Quelle: DPA