"Costa Smeralda" stand unter Quarantäne

Coronavirus-Verdacht auf Kreuzfahrtschiff: Entwarnung - Test fällt negativ aus

30. Januar 2020 - 21:13 Uhr

Auswärtiges Amt: Auch Deutsche an Bord der "Costa Smeralda"

Wegen des Verdachts auf das Coronavirus saßen Tausende Passagiere an Bord eines Kreuzfahrtschiffes im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia fest. Wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb, sind insgesamt rund 7.000 Menschen an Bord der "Costa Smeralda". Gegen Abend kam dann die Entwarnung - der Verdacht auf Coronavirus hat sich nicht bestätigt. Tests bei den beiden betroffenen Passagieren seien negativ, teilte das Gesundheitsministerium mit. 

Aus dem Auswärtigen Amt heißt es, dass sich nach Erkenntnissen der Behörde auch deutsche Staatsangehörige an Bord des Kreuzfahrtschiffs befinden. Die deutsche Botschaft in Rom stehe in engem Kontakt zum Kreuzfahrtbetreiber und den italienischen Behörden. Unser Video zeigt, wie die Passagiere vom Coronavirus-Verdacht erfuhren. Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie im RTL.de-Liveticker.

Kreuzfahrtschiff: Chinesische Touristin mit Fieber

Eine Touristin (54) aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao habe Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, wie auch ein Sprecher der Reederei bestätigte. Sie und ihr Mann waren laut Medien am 25. Januar am Flughafen in Mailand angekommen. Die Frau sei auf dem Schiff medizinisch versorgt und isoliert worden. Die Ergebnisse eines Tests auf das Coronavirus kamen dann am Nachmittag: Er fiel negativ aus.

Das Ehepaar hat die Kreuzfahrt den Berichten nach in der Hafenstadt Savona in Ligurien begonnen. Das Schiff habe auf der regulären Tour durchs westliche Mittelmeer in Marseille, Barcelona und Palma de Mallorca Station gemacht, bevor es Civitavecchia anlief. Von dort erkunden die Schiffsreisenden in der Regel die italienische Hauptstadt Rom. Italien ist ein bei Chinesen beliebtes Reiseland.

Stimmung bei Passagieren war schlecht

Zwischenzeitlich hatte es Unmut bei den anderen Passagieren gegeben. Sie saßen auf dem Dampfer fest: Die örtlichen Behörden hatten angeordnet, dass die Passagiere zunächst nicht an Land gehen durften. Die russische Touristin Olesya Utasheva berichtete, dass die Stimmung bei allen schlecht gewesen sei. Die Ausflüge seien gestrichen worden. "Man hat gesagt, dass bis zum Abend Proben gemacht werden."